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Lokalsport Der "Gentleman-Driver" im Citroën
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18:37 04.12.2018
Von Christian Link
Rallyefahrer Armin Holz hat in seinem Citroën den dritten Platz bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft in der 2WD-Wertung belegt.
Eicklingen

40 Jahre ist Armin Holz schon im Rallyesport unterwegs, mehr als 1000 Pokale hat der Eicklinger "zum Leidwesen seiner Frau" bereits gewonnen. "Mittlerweile werde ich bei den Rennen dem Publikum schon als Gentleman-Driver vorgestellt", sagt der 58-Jährige. Doch zum alten Eisen gehört er deswegen noch lange nicht. Bei der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) 2018 fuhr Holz in seinem Citroën in der 2WD-Wertung wieder in der Spitzengruppe mit. Zusammen mit Co-Pilot Frank Nowotny belegte er den dritten Platz. Im Gegensatz zu anderen Pokalen, die im Keller oder auf dem Dachboden verstaut sind, bekommt dieser einen Ehrenplatz.

Schließlich treten bei der DRM die besten Rallye-Piloten Deutschlands auf verschiedenen Rennstrecken gegeneinander an. Neben dem regulären DRM-Titel gibt es auch einen Meister in der 2WD-Wertung, in der ausschließlich Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse gewertet werden. 2WD steht dabei für Two-wheel-drive (deutsch: Zweiradantrieb).

Getriebeschaden wirft Spitzenreiter zurück

"Der dritte Platz ist ganz anständig, wir sind zufrieden", sagt Holz und trauert doch einer verpassten Chance hinterher. Denn nach den ersten drei Rennen lag das Duo Holz/Nowotny in der Gesamtwertung auf Platz 1. "Bei der Rallye Stemweder Berg hatten wir dann einen Getriebeschaden, mit dem überhaupt nicht zu rechnen war", berichtet Holz und fügt hinzu: "Das ist besonders ärgerlich, denn vor dem Rennen waren wir voll Power und voll Euphorie."

Seit zehn Jahren sind Holz und Nowotny ein eingespieltes Team. "Das hat viel mit Vertrauen zu tun", sagt Holz. Als Fahrer müsse er sich voll auf seinen Beifahrer verlassen können, der während des Rennens vor allem eine Aufgabe hat: Er liest aus dem sogenannten "Gebetbuch" vor. "Darin steht das, was der Fahrer dem Beifahrer während des Trainings gesagt hat", erläutert Holz und betont, wie wichtig dabei das richtige Timing ist: "Er muss es in dem Moment wiedergeben, in dem ich es hören möchte. Wenn es mit 170 Sachen über eine schwer einsehbare Kuppe geht, ist das schon wichtig, dass es passt." Sein 49-jähriger Co-Pilot, den man in der Rallyeszene nur als "Potzi" kennt, beherrsche sein Handwerk aber aus dem Effeff.

Rennunterbrechung wegen drohendem Kuh-Ausbruch

Trotzdem kommt es bei den Rennen immer wieder mal zu Schockmomenten und kleineren Unfällen – wie etwa bei der Niedersachsen-Rallye. "In Osterode waren wir an einer Abzweigung zu schnell und sind durch einen Stacheldraht auf eine Kuhweide gefahren", erzählt Holz. Die komplette Rallye wurde daraufhin kurz unterbrochen. "Der Zaun musste erst repariert werden, damit keine Kuh ausbricht."

Die größte Herausforderung sei immer ein Wetterumschwung, denn die profillosen Slicks können selten rechtzeitig gegen Regenreifen getauscht werden. "Bei der Wartburg-Rallye hat es angefangen zu regnen und wir sind in einen Graben gerutscht", berichtet Holz: "Das war kein großes Drama, aber die Zuschauer mussten schieben und wir haben fünf Minuten gebraucht, um da wieder rauszukommen."

In der nächsten DRM-Saison werden Holz und Nowotny erneut auf Titeljagd gehen. "Solange es Spaß macht, machen wir weiter", sagt der Eventagentur-Geschäftsführer aus Eicklingen und zeigt sich ehrgeizig: "Vielleicht klettern wir 2019 nochmal eine Treppenstufe nach oben."

Vorher muss das Celler Duo aber erstmal den Rennwagen für die neue Saison fit machen. Alle 1000 Kilometer wird der vier Jahre alte Citroën DS3 R3T Max gründlich gewartet. In der Winterpause baut Holz sogar das komplette Fahrwerk aus, damit es der Hersteller wieder flott macht. Holz: "Das ist schon sehr aufwändig, aber wenn man lange Freude am Auto haben will, sollte man das machen."

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