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Lokalsport Die heimliche Chefin beim KSB Celle sagt Tschüss
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20:12 31.05.2018
Von Uwe Meier
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Celle. Wie eben sooft während ihrer Tätigkeit, in der sie den Sportvereinen aus Stadt und Landkreis Celle stets mit Rat und Tat zur Seite stand. Zwar hat es Sigrid Müller bereits seit Ende April ruhiger angehen lassen. Doch ab Freitag ist die gute Seele des Celler Sports auch offiziell im Ruhestand.

Am Dienstag war sie im Kreise von Vertretern des Sports und der Politik offiziell verabschiedet worden. „Mein oberstes Ziel war es immer, dass wir den Vereinen helfen und unterstützen so gut es geht“, sagte Müller zum Abschied. Eigentlich habe sie den Posten ja nur für fünf Jahre besetzen wollen. „Aber dann habe ich mir gesagt: Das macht doch Spaß“, sagte Müller und erzählte darüber, dass die Digitalisierung auch vorm KSB nicht halt gemacht habe. Vom Karopapier ins Computerzeitalter – auch diese Entwicklung habe sie in den 28 Jahren mitgemacht. Langeweile wird bei der 65-Jährigen auch in Zukunft nicht aufgekommen. „Ich spiele ja noch weiterhin Tischtennis und habe auch so genug um die Ohren“, sagte sie kurz und knapp.

Wie groß die Wertschätzung Müllers als Geschäftsführerin war und ist, machte KSB-Vorsitzender Hartmut Ostermann deutlich. In seinen Abschiedsworten an Sigrid Müller, in denen er auch ausgiebig auf die Geschichte und die Entwicklungen des KSB der vergangenen Jahre einging, lobte er den Einsatz Müllers. „Durch ihre Stätigkeit hat sie es immer verstanden, Probleme zu lösen und dabei auch mal dicke Bretter zu bohren. Und das kam immer dem Celler Sport zugute“, so Ostermann und meinte damit auch den schier unendlichen Wissens- und Erfahrungsschatz der nunmehr ehemaligen Geschäftsführerin des Kreissportbundes. „Sie wird nicht umsonst oftmals als das Gedächtnis des Celler Sports bezeichnet.“ Müller habe die Geschäftsstelle in ihrer unnachgiebigen Art geführt: „Da wurde den Vorsitzenden auch schon mal auf die Füße getreten“, so Ostermann. Drei KSB-Bosse hat Müller in Ostermann und seinen Vorgängern Fritz Söhnholz und Jochen von Frantzius in ihrer Laufbahn erlebt. Aber die heimliche Chefin war sie selbst, meinen viele, die sie kennen und schätzen.

Lobende Worte fand auch Landrat Klaus Wiswe. „Sie haben ihren Job hervorragend gemacht“, sagte er. „Der KSB wird noch lange Zeit mit ihrem Namen verbunden sein.“ Müllers Art, Probleme offen und ehrlich anzugehen, stoßen beim Landrat auf großen Respekt. „Sie haben nicht nur dem Sport geholfen, sondern auch dem Landkreis mit ihrem Rat und Sachverstand geholfen“, sagte Wiswe. „Dafür möchte ich ihnen danken.“

Zu den langjährigen Weggefährten von Sigrid Müller zählt auch der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes, Reinhard Rawe. Auch er fand dankende Worte für Sigrid Müller. „Ich haben großen Respekt davor, wie sie die Dinge geleitet haben. Sie sind wirklich beispielhaft. Sie haben sich nicht nur in Celle, sondern auch über die Grenzen Celles hinaus für den Sport verdient gemacht. Sie haben auch mich ein Stück weit geprägt.“

Offenbar ist die Geschäftsstelle auf die „Nach-Müller-Ära“ gut vorbereitet. Seit Ende April ist Sigrid Müller nun schon zu Hause. „Und da ihr mich in den vergangenen vier Wochen nicht angerufen habt, läuft es wohl ganz gut“, so Sigrid Müller schmunzelnd. Mit den besten Wünschen für ihre Nachfolgerin Katja Koch ließ sie noch ein „... und dann mal tschüss“ folgen.

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