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Lokalsport Die schnellste Surferin kommt aus Celle
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21:41 19.09.2018
Beim Rennen westlich vor der Insel Fehmarn ist Anja Kruse knapp 390 Kilometer auf der Ostsee unterwegs gewesen. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Dabei erzielte sie eine Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometern. „Das Surfen ist für mich mehr als ein Hobby, es ist meine Leidenschaft“, sagt Kruse. Kürzlich errang sie bei den Weltmeisterschaften im Speedsurfen auf Fuerteventura den dritten Platz.

Jedes Frühjahr trainiert sie drei Wochen am Mittelmeer in Südfrankreich, ansonsten gehören das ganze Jahr über Kraft- und Koordinationstraining zu ihrem Programm. Dafür steht sie auch auf der Aller und der Fuhse auf dem SUP (Stand Up Paddling) – einem Board ohne Segel. „Solche Übungen dienen zur Verbesserung der Balance. Jede Minute auf dem Wasser zählt“, erläutert die 42-Jährige.

Im Alter von 15 Jahren hat Kruse das Surfen auf Kreta gelernt. Bei einem längeren Aufenthalt in Griechenland im Jahre 2008 lernte sie das Speedsurfen kennen. Beim Speedsurfen muss mindestens Windstärke fünf herrschen, das Wasser sollte möglichst glatt sein. Es dürfen größere Segel eingesetzt werden, die Surfbretter sind schmaler und leichter – so sind größere Geschwindigkeiten als beim Windsurfen möglich.

„Neben der Erfahrung spielt die Kraft eine große Rolle. Große und starke Sportler sind im Vorteil“, sagt Kruse. Durch eine spezielle Weste kann sie ihr Gewicht erhöhen – je höher das Gewicht, umso größere Segel kann sie benutzen. Bei Speedsurf-Meisterschaften darf das Segel maximal neun Quadratmeter groß sein. „Ich fahre immer mit dem größten Segel“, sagt Kruse und räumt ein: „Speedsurfen ist gefährlicher als Windsurfen.“

Bei der Deutschen Meisterschaft absolvierten die 60 Teilnehmer sechs Rennen, vier über 500 Meter und zwei über 250 Meter Messstrecke. Bei jedem Rennen muss die Strecke innerhalb von 90 Minuten mindestens zweimal zurückgelegt werden. Man kann aber auch häufiger antreten, um seine Zeiten zu verbessern. Entscheidend für die Platzierung sind die zwei besten Durchschnittszeiten. Das Ganze wird über GPS ausgewertet, und dabei war sie knapp 390 Kilometer auf der Ostsee in den sechs Rennen unterwegs.

Wie lange ein Wettkampf dauert hängt letztlich vom Wind ab. „Auf Fehmarn hatten wir zwei Tage Flaute. Da haben wir uns dann mit Bojenweitwurf beschäftigt“, erzählt Kruse lachend. Auch dabei gab sie eine gute Figur ab und war bei den Frauen mit 21,80 Metern beste Werferin.

Speedsurfen ist ein nicht ganz billiger Sport, denn die Ausrüstung kostet pro Set um die 2000 Euro. Fahrten zu Trainingslagern und Wettkämpfen zahlen die Surfer aus eigener Tasche. Kruse: „Mit dem Fitnessstudio Perfect Sports und dem Autohaus Thomas habe ich in Celle zwei Sponsoren, doch weitere lokale Unterstützer wären gut.“

Von cz

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