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Lokalsport Drama pur: Siegtreffer in Schlusssekunde für SV Altencelle
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14:16 30.04.2018
Quelle: Oliver Knoblich
Altencelle

Aber der SVA zeigte auch wieder seine zwei Gesichter. Die „hässliche Fratze“ mit zu frühen Würfen und einer teilnahmslosen Deckung. Auf der anderen Seite das „hübsche Antlitz“ mit leidenschaftlichem Kampf bis zum Schluss. Lukas Wernig fiel kurzfristig aus, dafür feierte Marcus Woitas sein Comeback und Altencelle kam gut ins Spiel, lag bis zur zehnten Minute mit dem Dritten auf Augenhöhe. Doch dann zog irgendjemand den Stecker, Altencelle lud Nienburg mit genannten, hässlichen Mitteln zum Torewerfen förmlich ein. So führte der Gast zur Pause, wenn auch nur knapp. mit 16:14.

Doch nach dem Seitenwechsel wurde es noch schlimmer, Nienburg lag gar 20:15 vorn. Doch Trainerfuchs Martin Kahle nahm eine Auszeit, drehte an den richtigen Stellschrauben und ließ Youngster Daniel Mummert die Abwehr organisieren. Der SVA bekam so Zugriff auf den HSG-Angriff, in der eigenen Offensive nahmen Konzentration und Geduld zu. So kämpften sich der Gastgeber heran. Zwölf Minuten vor Schluss stand es 23:22, aber die HSG hielt ebenfalls gegen und schien das Spiel beim 24:27 entschieden zu haben. Dann nahm das Drama seinen Lauf: Altencelle stemmte sich mit der xten Luft gegen die Niederlage und schaffte tatsächlich das 27:27 in der 57. Minute.

Dann wurde es richtig turbulent. Mummert bekam eine Zeitstrafe, Altencelle erkämpfte sich den Ball und spielte auf Sieg. 20 Sekunden vor dem Ende holte Henrik Weinmann einen Siebenmeter heraus, doch der starke Malte Herbst vergab den ersten von fünf Strafwürfen. Den Abpraller schnappte sich aber Thilo Kisser und wurde gefoult – wieder Siebener. Diesmal behielt „Iceman“ Weinmann die Nerven und traf zum umjubelten Sieg in letzter Sekunde.

„Ich bin stolz, aber lange macht das mein Herz nicht mehr mit“, sagte Teammanager Reinhard Roselieb, der sich eine konstantere Leistung wünscht. Coach Kahle war erleichtert: „Das war eine großartige kämpferische Leistung. Wir haben es lange Zeit nicht geschafft, den zweitbesten Angriff der Liga zu kontrollieren. Mit der Umstellung auf eine 5:1-Deckung haben wir mehr Aggressivität und Sicherheit bekommen.“

SV Altencelle: Rodehorst, Kl. Nowak, Hövermann – Mummert (5), Starke, Kisser (1), Fink (1), Weinmann (6/1), Bode (6), Woitas, K.-M. Nowak (3), Herbst (6/4).

Von Stefan Mehmke

Auch am 21. und damit vorletzten Spieltag der Handball-Landesliga der Frauen wurde die Frage um Meisterschaft und Aufstieg noch nicht endgültig geklärt. Tabellenführer SV Altencelle hielt sich mit einem glanzlosen 25:19-Erfolg beim MTV Ashausen/Gehrden schadlos. Der TSV Wietze wahrte mit einem 30:15-Kantersieg im Derby gegen den SV Garßen-Celle II seine Mini-Chance auf ein Entscheidungsspiel gegen den SVA. Erst in der Schlussphase musste sich die HSG Lachte-Lutter gegen den HV Lüneburg mit 23:29 geschlagen geben. TuS Oldau-Ovelgönne erarbeitete sich einen sicheren 27:21-Sieg gegen die HSG Heidmark II.

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