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Lokalsport Drei Medaillen und ein Weltrekord
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16:47 17.02.2010
Horst Schrader in Aktion Drei Medaillen und ein Weltrekord - Horst Schrader räumt bei Hallen-DM ab - Leichtathletik-Senior brilliert auf Mittelstrecken und muss sich nur im Sprint geschlagen geben - CELLE (bjs). Noch im vergangenen Sommer wurde Horst Schrader in der Klasse M70 Norddeutscher Meister über 200 und 400 Meter. Dass er schnell laufen kann hat er in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. Dennoch stellten die Deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen den Lauf-Senior vom TuS Celle vor eine ganz neue Herausforderung. - „Ich bin zum ersten Mal in der Klasse M75 gestartet, da ist das Teilnehmerfeld gleich ein ganz anderes“, so Schrader. Sorgen um übermäßige Konkurrenz habe er sich allerdings nicht gemacht. „Ich habe doch als einer der ältesten Teilnehmer in der M70-Gruppe zum Schluss noch viele Wettkämpfe gewonnen und da sind schließlich die jüngeren und meist auch schnelleren Läufer anzutreffen.“ - Tatsächlich setzte der Celler in seinen Läufen gleich mehrere Ausrufezeichen. Über die 60 Meter musste er allerdings zunächst eine Niederlage verdauen. Mit 8,73 Sekunden war er nur um einen Wimpernschlag langsamer als Bruno Kimmel, der sich mit 8,69 Sekunden den ersten Platz sicherte. „Die nachfolgenden Läufer hatten dann aber schon deutlichen Abstand auf uns“, sagt Schrader. „Außerdem muss ich nicht traurig sein über den zweiten Platz. Unsere beiden Zeiten sind absolutes Spitzenniveau, nicht nur national sondern auch international.“ - Ein regelrechter Paukenschlag gelang Schrader über seine Paradedisziplin. Im Finale über 200 Meter setzte er sich nicht nur mit über einer Sekunde Vorsprung gegen die Konkurrenz durch, die Zeit von 28,88 Sekunden ist gleichzeitig ein neuer Weltrekord in der Altersklasse M75. „Der alte Rekord hatte sechs Jahre Bestand. Nachdem es über 200 Meter so gut lief, hatte ich auch gehofft, den deutschen Rekord über 400 Meter zu brechen“, so Schrader. - Mit einer Zeit von 69,59 Sekunden ho Quelle: nicht zugewiesen
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CELLE. Noch im vergangenen Sommer wurde Horst Schrader in der Klasse M 70 Norddeutscher Meister über 200 und 400 Meter. Dass er schnell laufen kann, hat er schon mehrfach bewiesen. Dennoch stellten die Deutschen Hallenmeisterschaften in Sindelfingen den Lauf-Senior vom TuS Celle 92 vor eine ganz neue Herausforderung.

„Ich bin zum ersten Mal in der Klasse M 75 gestartet, da ist das Teilnehmerfeld gleich ein ganz anderes“, so Schrader. Sorgen um übermäßige Konkurrenz habe er sich allerdings nicht gemacht. „Ich habe doch als einer der ältesten Teilnehmer in der M 70-Gruppe zum Schluss noch viele Wettkämpfe gewonnen und da sind schließlich die jüngeren und meist auch schnelleren Läufer anzutreffen.“

Ein regelrechter Paukenschlag gelang Schrader über seine Paradedisziplin. Im Finale über 200 Meter setzte er sich nicht nur mit über einer Sekunde Vorsprung gegen die Konkurrenz durch, die Zeit von 28,88 Sekunden ist gleichzeitig ein neuer Weltrekord in der Altersklasse M 75. „Der alte Rekord hatte sechs Jahre Bestand. Nachdem es über 200 Meter so gut lief, hatte ich auch gehofft, den deutschen Rekord über 400 Meter zu brechen“, so Schrader.

Dies war bereits sein dritter Weltrekord. Im Jahr 2006 kam er von der Senioren-Europameisterschaft aus dem polnischen Posen als welt-schnellster Läufer zurück. Damals allerdings stellte er die Bestzeit mit der 4 x 400-Meter-Staffel auf. 4:31,07 Minuten benötigte das deutsche Trio. Sein erster Einzelweltrekord datiert aus dem Jahr 2005, als er bei den norddeutschen Meisterschaften in Celle über die 200 Meter die Weltbestmarke sprengte. Bei 26,88 Sekunden blieb die Uhr da stehen..

Tatsächlich setzte der Celler in seinen Läufen gleich mehrere Ausrufezeichen. Über die 60 Meter musste er allerdings zunächst eine Niederlage verdauen. Mit 8,73 Sekunden war er nur um einen Wimpernschlag langsamer als Bruno Kimmel, der sich mit 8,69 Sekunden den ersten Platz sicherte. „Die nachfolgenden Läufer hatten dann aber schon deutlichen Abstand auf uns“, sagt Schrader. „Außerdem muss ich nicht traurig sein über den zweiten Platz. Unsere beiden Zeiten sind absolutes Spitzenniveau, nicht nur national sondern auch international.“

Mit einer Zeit von 69,59 Sekunden holte der Celler souverän die Goldmedaille, den Rekord von 68,65 Sekunden gefährdete er allerdings nicht. „Da merkt man dann doch, dass wegen Schnee und Eis nur ein eingeschränktes Training möglich ist“, sagt Schrader lachend. „Im nächsten Wettkampf will ich die Marke aber erneut angreifen und dann ist die Hallensaison fast wieder vorbei.“

Die Hallen-WM wird Schrader aus Kostengründen nicht besuchen. Erst bei der Europameisterschaft im Sommer in Ungarn will er international angreifen. Das Ziel ist klar. Schrader: „Ich möchte dort die Titel holen.“

Von Björn Schlüter