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Lokalsport Drei eisenharte Altenceller beim Ironman in Roth
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17:37 31.07.2014
Britta Dressler hat durchgehalten und ist auf dem berühmten roten Teppich angekommen. Auch ihr Vereinskamerad Bert Escher hat es in Ziel geschafft und somit seinen dritten Ironman absolviert.  Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Britta Dressler läuft auf die Zielgerade zu. All die Anstrengung hat sich gelohnt. Das Ziel der Roth Challenge ist nur noch wenige Meter von ihr entfernt. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und fast 42,195 Kilometer Laufen liegen hinter ihr. Sie erreicht den roten Teppich – das war auf der Strecke ihre Motivation. Sie wollte es schaffen, sie wollte diesen berühmten Boden erreichen und sich das rote Finisher-Shirt abholen. Ihre Unterstützer erwarten sie schon. Und dann hat sie es geschafft. Nach 12:19,16 Stunden ist Dressler „Ironwoman“.

„Roth ist einfach der Triathlon-Klassiker und ich bin so froh, dabei gewesen zu sein“, sagt die Sportlerin vom SV Altencelle, die in ihrer Altersklasse W45 den 27. Platz erreicht hat. Insgesamt ist sie als 198. Frau ins Ziel gekommen. Für die Langstrecken-Debütantin war es das Wichtigste, ins Ziel zu kommen. „Gerne wäre ich auch unter zwölf Stunden geblieben, aber als ich gehört habe, dass rund 20 Prozent der Sportler abbrechen mussten, war das ein Trost für mich“, sagt sie.

Denn der 30. Ironman in Roth war ein besonders kräftezehrender für die Sportler. So eine hohe Abbruchquote gab es dort noch nie. Bei 36 Grad Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit versuchten 3500 Einzelstarter und 500 Staffeln, die Langstrecke zu bewältigten. „Verpflegung und regelmäßiges Abkühlen durch bereitgestellte Schwämme war lebensnotwendig“, sagt Dressler.

Doch mit ihren Vereinskameraden Pimo Gakenholz und Bert Escher erreichten alle angetretenen Altenceller den roten Teppich. Escher machte in der guten Endzeit von 11:04,56 Stunden auf Rang 665 (165/M40) sein Ironman-Triple perfekt. Auch Pimo Gakenholz zählt nach großem Kampf mit der Endzeit von 11:48,37 Stunden zu den glücklichen Finishern. Er erreichte Platz 1141 der Männer und Platz 236 der Altersklasse M45.

„Roth ist ein großes Familienfest, die Anwohner identifizieren sich damit total und unterstützen die Sportler. Das macht diesen Iroman zu etwas ganz Besonderem“, sagt Escher, der bereits in Kopenhagen und Frankfurt durchs Ziel lief. Auch Dressler war überwältigt von der tollen Atmosphäre am Streckenrand. „Ein Ort und ein Landkreis feierten Triathlon“, sagt die Sportlerin.

Ein Höhepunkt war der Solarer Berg auf der Radfahrstrecke. „Dort stehen die Menschen wie bei der Tour de France auf der Straße. Die treiben einen da förmlich den Berg hoch“, sagt Dressler. „Da fährt man nur mit Gänsehaut und einem Grinsen durch“, erinnert sich Escher. Auf der Strecke wurden die Triathleten immer wieder von ihren mitgereisten Freunden und Familien angefeuert. Zuhause in Celle verfolgten die Unterstützer ihre Fortschritte im Internet. „Das hat mir sehr geholfen“, sagt Dressler.

Von Johanna Müller