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Lokalsport EM-Medaillen-Hattrick für Tina Lehrich aus Langlingen
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20:48 19.06.2016
Tina Lehrich holte sich bei der Kleinkaliber-Europameisterschaft in Tallinn den Titel mit der Mannschaft im Liegendkampf. Hinzu kamen eine Silbermedaille im Liegendkampf-Einzel und eine Silbermedaille mit dem Team im Dreistellungskampf. Quelle: Harald Strier
Langlingen

„Es war eine schöne und erfolgreiche Woche in Estland, auch wenn die Bedingungen etwas chaotisch waren“, lautete Lehrichs Fazit. Drei Medaillen heimste die 19 Jahre alte Nachwuchsschützin vom Bundesligisten SV Wieckenberg bei den Kleinkaliber-Europameisterschaften auf einem in die Jahre gekommenen ehemaligen Militärschießstand in Tallinn ein. Eine hervorragende Bilanz. Vollauf zufrieden war Lehrich jedoch nicht. Ausgerechnet in der Königsdisziplin, dem Dreistellungskampf, kam sie im Einzelwettkampf nicht über Rang zwölf hinaus. „Eigentlich wollte ich in diesem Wettkampf mindestens das Finale erreichen, am Ende habe ich aber einen gebrauchten Tag erwischt. Kniend und liegend lief es noch ganz gut, beim Stehendschießen war ich dann leider zu unpräzise“, haderte Lehrich, die dem Ergebnis aber nicht allzu lange nachtrauern wollte.

Schließlich war der verpatzte Dreistellungskampf der einzige Wermutstropfen für die Studentin. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte Lehrich erstmals Grund zum Jubeln.Mit der Junioren-Mannschaft des Deutschen Schützenbundes holte Lehrich im 50-Meter-Liegendkampf mit 1836,3 Ringen Gold. Darüber hinaus sprang im Einzel mit 618,4 Ringen die Silbermedaille heraus. Der Kampf um Gold wurde für Lehrich, Sara Leseberg (Elze) und Sabrina Hößl (Fuchsmühl) bis zum letzten Schuss zu einer Zitterpartie, denn die zweitplatzierten Französinnen trafen nur einen Zehntelring weniger als die Deutschen. Bronze holte sich Finnland mit 1834,5 Ringen.

Im Einzel fehlten Lehrich 1,6 Ringe zu Gold, das mit 620,0 Ringen an die Norwegerin Jenny Vatne ging. Sara Leseberg kam mit 614,2 Ringen auf den hervorragenden fünften Platz. „Vor allem das Team-Gold im Liegendschießen war das Highlight für mich und meine Teamkolleginnen. Damit haben wir im Vorfeld überhaupt nicht gerechnet“, freute sich die Bundesliga-Schützin, die wie ihre Kontrahentinnen mit den starken Winden während der Wettbewerbe zu kämpfen hatte.

Nach dem erfolgreichen Auftakt in die europäischen Titelkämpfe hatte sich Lehrich auch für den Dreistellungskampf am Samstag einiges ausgerechnet. Zum Finale der besten Acht fehlte am Ende jedoch ein Ring.Immerhin konnte das Jungtalent sein Ergebnis von 569 Ringen in die Teamwertung einbringen. Addiert mit den 570 von Sabrina Hößl und den 571 von Anna-Lena Kinateder reichte es mit insgesamt 1710 Ringen für die Silbermedaille mit der Mannschaft hinter den Norwegerinnen (1716).

Von Sebastian Nickel