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Lokalsport Ehrung im Zug nach Hause
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19:25 25.09.2018
Von Uwe Meier
Beim Ulitmate Frisbee geht es rasant zu: Gemeinsam freuten sich U14, U17- und U20 der Aitschbees auf dem Bahnhof in München über die Hermannsburger Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften. Quelle: Sascha Wambutt
München

So richtig Zeit, ihren Erfolg zu genießen, hatten die Äitschbees vom TuS Hermannsburg gar nicht. Denn als die Siegerehrung bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften im Ultimate Frisbee in München über die Bühne ging, war der Hermannsburger Tross längst auf der Rückreise aus der bayerischen Metropole in den Kreis Celle. Dabei hatte insbesondere die U14 allen Grund gehabt, sich von der Konkurrenz feiern zu lassen. Immerhin hatte das Team seinen Erfolg von den Indoor-Titelkämpfen wiederholt und wurde auch unter freiem Himmel Deutscher Vizemeister. Dazu holte sich das Team, genau wie die Hermannsburger U17, auch noch Platz eins in der Spiritwertung.

„Es ging leider nicht anders“, bedauerte Äitschbees-Trainer Sascha Wambutt. „Unser Zug fuhr. Dadurch haben wir die Siegerehrung verpasst.“ Ihre Preise und Poksale haben die jungen Frisbee-Spieler aber dennoch erhalten. Wambut hatte sie vom Veranstalter kurzerhand mitbekommen. Und so fand die Ehrung halt im Zug statt. „Da mussten die Mitreisenden dann eben ein bisschen mitfeiern“, erklärt Wambutt mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

In drei Altersklassen waren die Äitschbees vom TuS Hermannsburg bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften Outdoor im Ultimate Frisbee angetreten. Ein Deutscher Vizemeister und zwei Spiritsiege, die die jungen Sportler mit in den Kreis Celle brachten, zeugen vom hohen Niveau dieses Sports in Hermannsburg.

Dabei hatten vor allem die U14er ihre sehr gute Leistung von den Indoormeisterschaften bestätigt. Wie schon im März in Potsdam wurde die Mannschaft Vizemeister hinter den favorisierten Heppenheimern. Das Turnier in München wartete mit einem neuen Spielmodus für die Jüngsten auf. „Round Robin“ bedeutet, dass eine Art Liga gespielt wird, bei der das Team mit den wenigsten Niederlagen den Meistertitel holt. Die Hermannsburger U14 musste sich nur den Hessen mit 5:7 geschlagen geben, alle anderen Spiele gegen Berlin, Leipzig, Karlsruhe, München, Köln und Augsburg gewannen die Äitschbees. „Wir haben die Heppenheimer zwar bis zum Ende geärgert und beschäftigt“, sagte Wambut, „aber letztlich waren die einfach besser.“

Ein besonderer Höhepunkt war der Gewinn der Spiritwertung. Dabei geben sich die Teams Punkte für Fairness, Regelkenntnis, positive Einstellung oder Körperkontakt. Die Hermannsburger U14 bekam von den anderen Teams die meisten Punkte und freute sich sehr über den Spiritsieg. Erstmals gab es in München auch den 'Most Spirited Player', wobei jedes Team nach jedem Match einen Spieler des Gegners benennen konnte. Mit Stella Salwik gehörte eine Spielerin der Äitschbees zu diesem Kreis!

Die Hermannsburger U17 spielte ein solides Turnier, konnte aber nicht ganz an den starken zweiten Platz der Indoormeisterschaften anknüpfen. Knappe Niederlagen in der Gruppenphase führten zu einer ungünstigen Ausgangslage für die Endrunde. Im Spiel um den Einzug in das Halbfinale musste die Mannschaft gegen Osnabrück antreten, der einzige Gegner, der bei der Qualifikation zur Deutschen Juniorenmeisterschaft im Juni in Paderborn überlegen war. Auch in München setzten sich die Osnabrücker durch, so dass es für die U17 der Äitschbees für Platz fünf reichte. Die Mienen des Teams hellten sich zum Abschluss dennoch noch einmal auf, als sie ebenfalls Spiritsieger wurden.

Die U20 ging in äußerst knapper Besetzung an den Start, da das Team mit kurzfristigen Ausfällen zu kämpfen hatte. Am Ende wurde ein guter 7. Platz erreicht, wohl auch, weil einige Spiele denkbar knapp verloren wurden. „Gerade im Hinblick auf das kommende Jahr ist die U20 durch den Aufstieg von Spielern aus der U17 aber wieder sehr gut aufgestellt“, sagte der Trainer Sascha Wambutt, „dann kann wieder angegriffen werden“.

Ohnehin brauchen sich die „Äitschbees“ in Sachen Nachwuchsarbeit keine Sorgen zu machen. „Durch die Kooperation mit dem Christian-Gymnasium ist das fast ein Selbstläufer“, erklärt Wambut. „Die Jugendlichen fangen relativ schnell Feuer und hängen sich dann voll rein.“ Doch ganz allein dadurch gibt es noch keine Erfolge. „Da steckt schon eine Menge Arbeit dahinter“, so Wambut. „Es wird jede Woche zweimal intensiv trainiert.“

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