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Lokalsport Ein Duell wie bei Robin Hood
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17:57 19.11.2018
Von Christian Link
Isabell Ruschel hat das Duell gegen Weltmeisterin Jaqueline Orth erst im Stechen verloren. Quelle: Oliver Knoblich
Kropp

„Die Chance ist immer noch vorhanden“, sagte SVW-Trainer Norbert Poltermann und traut seinen Schützen nach dem Erfolg gegen SG Mengshausen im anspruchsvollen Restprogramm mindestens eine Überraschung zu. „Jetzt haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun und können nach oben schauen“, freute sich SVW-Vorsitzender Klaus-Dieter Ruschel. Auf dem Weg nach oben warten allerdings noch Wettkämpfe gegen SSG Kevelaer und St. Hubertus Elsen – die derzeit vielleicht stärksten Teams der Liga. Ruschel: „Es sind noch acht Punkte zu vergeben und vielleicht reichen sechs davon zum Erreichen des Finales.“

Beim 398:395-Sieg im Spitzenduell gegen Mandy Mulder zeigte SVW-Sportlerin Stine Nielsen wieder eine Topleistung und Nervenstärke. Erst 50 Sekunden vor Ablauf der Zeit setzte die Dänin ihren letzten Schuss ins Ziel und vollendete eine perfekte 100er-Serie.

Nervenkitzel wie aus dem Kino

Auf Position 2 lieferten sich Isabell Ruschel und Jaqueline Orth ein Duell, wie man es sonst nur aus Robin-Hood-Filmen kennt: Bei ihren ersten sechs Schüssen traf Ruschel viermal nur die Neun. Gegen eine Weltmeisterin wie Orth braucht man da fast gar nicht mehr weiterzuschießen. Doch Ruschel legte sich ins Zeug und kam trotzdem noch auf 394 Ringe. Offenbar von dieser Aufholjagd beeindruckt, schaffte Orth im vierten Durchgang nur eine 97er-Serie. Die Folge: Stechen.

„Das war der Hammer: Isabell legte immer eine 10 vor, Orth zog nach“, beschreibt SVW-Chef Ruschel den Zielscheibenkrimi. Die Entscheidung musste also der vierte Schuss bringen, wo auch Zehnerstellen gewertet werden. Wieder legt die Wieckenbergerin vor und trifft die Mitte: 10,2. Viele glauben schon an die Entscheidung. Dann zieht Orth nach: 10,9 – der höchste Wert, der überhaupt geschossen werden kann.

Tina Lehrich schießt überragend

Etwas glücklich war dagegen der Punktgewinn durch Melissa Ruschel, die mit 388 Ringen deutlich unter ihrem bisherigen Schnitt schoss. Tina Lehrich lieferte mit 396 Punkten dagegen ihre persönliche Saisonbestleistung ab. „Tina ist eigentlich eine Schützin, die oft absetzt und kraftraubend schießt“, beschreibt Trainer Poltermann. Doch diesmal hatte sie beim letzten Schuss noch mehr als zehn Minuten Zeit auf der Uhr. Ungefährdet war auch der Einzelsieg von Claire-Luisa Ruschel, die auf Position 5 erneut 393 Ringe traf.

Auf Facebook erkannten die „Waldhessen“ den Sieg der starken Wieckenberger neidlos an. Der knappe Kommentar der Mengshäuser: „Realistisch zu keinem Zeitpunkt eine Chance gehabt.“

Nicht einen Punkt verloren, sondern zwei gewonnen – so ordnet Rolf Wagner vom SV Nienhagen den 3:2-Sieg beim MTV Salzgitter ein.

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