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Lokalsport Eishockey-Verbandsliga: Celler Oilers haken schwere Saison ab
Sport Sport regional Lokalsport Eishockey-Verbandsliga: Celler Oilers haken schwere Saison ab
20:58 29.03.2017
Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Seine Spieler wollten keinesfalls Letzter in der Liga werden und dieses Ziel haben sie schließlich erreicht. Die Oilers beendeten die Saison auf dem fünften Tabellenplatz und gaben die rote Laterne im vorletzten Spiel nach einer spannenden Partie und einem hart erkämpften Sieg an den Hamburger SV 1b ab. Der 6:5-Sieg gab der Mannschaft Selbstbewusstsein und auch im letzten Spiel der Saison gaben sie noch einmal alles. Trotz des guten Spiels gegen die Rostocker EC Freibeuter mussten sich die Oilers knapp mit 4:5 geschlagen geben. Dennoch war es ein gutes Saisonfinale. „Wir haben einen guten Saisonabschluss gehabt. Die Stimmung im Team war auch bis zum Ende gut“, sagt Bombis.

Der Spitzenreiter EC Nordhorn sicherte sich mit 41 Punkten souverän den ersten Platz in der Verbandsliga. Zuletzt mussten die Oilers gegen Nordhorn eine hohe Niederlage einstecken. Doch im Januar hatten es die Celler immerhin geschafft, den unangefochtenen Spitzenreiter nach einer starken Leistung in die Verlängerung zu zwingen und ihm einen Punkt abzuknöpfen. „Die Übermannschaft aus Nordhorn gehört einfach nicht in diese Liga. Sie steigen zurecht auf in die Regionalliga“, findet Bombis.

Sein Team habe es schwer gehabt in dieser Saison. „Wir haben so viel trainiert wie noch nie. Aber wir sind einfach am Ende der Fahnenstange angekommen. Ich bin zufrieden mit unserer Leistung. Mehr war einfach nicht drin. Nun müssen wir erstmal alles analysieren.“ Die Oilers werden auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga starten. Wie viele Mannschaften sich dort melden, ist noch nicht sicher. Bombis sieht die personelle Situation bei seiner Mannschaft realistisch. „Als wir zum Teil nur mit zehn Mann antreten konnten, hat sich gezeigt, dass wir auf jeden Fall einen größeren Kader brauchen. Auch an der Einstellung müsse der eine oder andere noch arbeiten“, sagt der Coach.

Damit die spielerische Qualität insgesamt besser wird, brauche er unbedingt noch zusätzliche Spieler. „Meine Topscorer Michael Kopke, Florian Tolksdorf und Marc-Andre Keller haben natürlich total überzeugt. Aber wir müssen noch zusätzliche Spieler bekommen. Darauf wird jetzt im Sommer das Hauptaugenmerk liegen. Andere Teams haben mehr Nachwuchs.“ Sorge bereiten Bombis auch mögliche Spielerwechsel. „Andere Mannschaften schauen sich natürlich auch nach guten Spielern um und versuchen, sie von uns wegzulocken. Vielleicht verliere ich noch den einen oder anderen.“ Die wichtigsten Spieler beim Eishockey seien die Torhüter. „Der Torwart ist eine zentrale Figur. Es ist ganz wichtig, dass du nicht so viele Tore rein bekommst.“

Der Oilers-Trainer ist ein Kämpfertyp. Er wird jetzt in den kommenden Monaten mit seinen Jungs beim Inline-Hockey trainieren, um dann im September mit neuer Kraft in die nächste Saison zu starten. Nicht alle Spieler können im Sommer in Celle mittrainieren, weil sie zum Teil aus dem Einzugsgebiet Hannover kommen, aber das Team hält zusammen. „Wir gehen jetzt erstmal auseinander und bereiten uns dann auf die neue Saison vor. Wir machen auf jeden Fall weiter. Uns gibt es schon seit 18 Jahren. Darauf sind wir stolz.“

Auch Bombis selbst ist immer noch aktiver Spieler seiner Mannschaft. Mit 65 Jahren ist er der älteste, lizenzierte Eishockey-Spieler Deutschlands. Doch ans Aufhören denkt er noch lange nicht. „Solange ich noch in der dritten Reihe Leistung bringe, mache ich weiter. Wenn das nicht mehr klappt, höre ich auf. Läuferisch bin ich nicht mehr so stark wie früher, aber das Passspiel klappt noch ganz gut“, sagt der passionierte Eishockey-Spieler.

Von Jessica Poszwa