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Lokalsport Eishockey: Zach sieht Meister siegen
Sport Sport regional Lokalsport Eishockey: Zach sieht Meister siegen
22:17 28.11.2010
Eishockey: Hannover Scorpions gegen Eisbären Berlin Quelle: Helmut Anschütz
Hannover

Mit einer starken Leistung behaupteten die Hannover Scorpions Platz eins in der Deutschen Eishockey-Liga. Gegen die Eisbären Berlina gab es vor der Saisonrekordkulisse von 6335 Zuschauern einen knappen 2:1 (0:0, 2:0, 0:1)-Erfolg.

Mächtig was los in der TUI-Arena: Die Fans tauchten ihre Kurve in einen Fahnenmeer, und auch Hans Zach war erstmals nach dem Titelgewinn am 25. April wieder einmal da, kommentierte für Bezahlsender Sky.

Ihr Comeback bei den Scorpions feierten Chris Herperger und Marvin Krüger. Trainer Toni Krinner steckte sie aber zunächst in den vierten Sturm. Bei den Berliner fehlte kurzfristig Kapitän Stefan Ustorf wegen Nackenproblemen.

Die erste Chance in der Partie zwischen dem amtierenden Meister und seinem Vorgänger hatte der aktuelle Champion durch David Wolf. Nach knapp zwei Minuten stand er vollkommen frei, konnte die Scheibe aber nicht über die Schoner von Eisbären-Schlussmann Rob Zepp lupfen. Danach zweimal Glück für das Krinner-Team, als Torwart Jonas Langmann den Puck nicht unter Kontrolle brachte, seine Vorderleute aber die Situationen bereinigten. Absolut ausgeglichen verlief das erste Drittel. „Hannover hat aber mehr Zug zum Tor“, meinte Zach und kritisierte, dass die Berliner oft zu verspielt seien.

Im Mittelabschnitt drehten die Hannoveraner dann auf. Wie aus dem Lehrbuch fiel der Führungstreffer: Thomas Dolak fing einen Berliner Befreiungsschlag mit der Hand ab (erlaubt!), passte rechts rüber zu Klaus Kathan, der wieder in die Mitte, wo Tore Vikingstad das leere Eisbären-Tor vor sich und keine Mühe hatte einzulochen. Und nicht einmal zwei Minuten später drosch Matt Dzieduszycki einen Rückpass von Andy Reiß volley rechts unten rein – das 2:0 war sein neunter Treffer im erst 13. Spiel. Angeblich soll „Diesel“ nach Wolfsburg wechseln, meldete „Sky“. Wäre ein Riesen-Verlust für die Scorpions, die durch Vikingstad (31.) noch eine Riesen-Chance hatten. „Das Ergebnis hätte auch deutlicher sein können“, analysierte Zach.

Aber die Scorpions ließen einige Chancen liegen, versäumten es, den dritten Treffer nachzulegen. In der 46. Minute überstanden sie eine kritische Situation schadlos, als Herperger und Brimanis auf der Strafbank saßen und Berlin 60 Sekunden doppelte Überzahl hatte. Aber Langmann ließ sich nicht überwinden. Besser machte es danach TJ Mulock, der aus kurzer Distanz das 1:2 schaffte. Knapp zwei Minuten vor Schluus musste Hannovers Martin Hlinka in die Kühlbox, doch Berlin schaffte den Ausgleich nicht mehr. „Vollkommen verdienter Sieg, auch wenn’s zum Schluss nochmal eng wurde.“, resümierte Zach. „Wenn man so enge Spiele gewinnt, macht das eine Mannschaft stark“, meinte Krinner abschließend. Morgen (14.30 Uhr) müssen die Scorpions nach Hamburg.

Tore: 1:0 (25:43) Vikingstad, 2:0 (27:26) Dzieduszycki, 2:1 (51:33) TJ Mulock. – Schiedsrichter: Piechaczek (Ottobrunn / Bjork (Schweden) – Zuschauer: 6335 – Strafminuten: Hannover 12 – Berlin 10.

Von Helmut Anschütz