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Lokalsport Eisschnelllaufkrimi: Celler Thomas Rumpf holt Vizetitel bei Deutscher Meisterschaft
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18:00 13.12.2017
Quelle: Katrin Zehmisch
Celle Stadt

Die deutschen Meisterschaften sind international offen ausgeschrieben, so dass es sowohl eine nationale, als auch eine internationale Wertung gibt. Der Wettkampf wird in Form eines Vierkampfes ausgetragen, bei dem 500 und 1500 Meter am ersten sowie 1000 und 3000 Meter am zweiten Wettkampftag absolviert werden müssen.

Rumpf eröffnete den Wettkampf über 500 Meter überraschend stark mit dem dritten Rang in der Gesamtwertung und schaffte sich auf seiner „Angststrecke“ eine gute Ausgangsposition für den Wettkampf. „Anstatt auf den ersten 50 Metern den ganzen Wettkampf zu verstolpern und einem Rückstand hinterher zu laufen, war es dieses Mal schon ganz nett mit einem Polster zu starten,“ berichtet der Celler. Den Vorsprung brauchte der 55-Jährige auch, denn über 1500 Meter holte die Konkurrenz erwartungsgemäß deutlich auf.

Der zweite Wettkampftag wurde zu einem spannenden Krimi. Deutlich in Führung lag der Berliner Vizeweltmeister Andreas Rodius, gefolgt von zwei niederländischen Sportlern. Dahinter entwickelte sich ein Duell zwischen dem Erfurter Andreas Ehm und dem Celler Rumpf. Auf seiner Lieblingsstrecke über 1000 Meter konnte der schon zu „DDR“-Zeiten sehr erfolgreiche Ehm seine Stärken ausspielen und Rumpf den zweiten Rang der nationalen Wertung abnehmen. „Das war aus meiner Sicht ein taktisches Desaster“, erzählt der Celler, „denn musste ich über die abschließenden 3000 Meter vor dem Erfurter starten und konnte sich an meinen Zeiten orientieren.“ Rumpf musste aber 1,5 Sekunden schneller als der Thüringer sein, um noch Silber zu gewinnen. Allem Druck zum Trotz spulte Rumpf sein 3000-Meter-Rennen mit der Präzision eines Uhrwerkes herunter. Bei seinen letzten sechs Runden lag die Differenz sämtlicher Rundenzeiten innerhalb einer halben Sekunde und er setzte den Zweitplatzierten mit einer Zeit von 4:54,78 Minuten unter Druck. Vier der sieben Runden schaffte es der Erfurter, seinen Vorsprung vor dem Langstreckenspezialisten aus Celle zu verteidigen, dann brachen seine Rundenzeiten ein und am Ende war Rumpf fünf Sekunden schneller, was ihm in der Summe einen Vorsprung von 0,62 Punkten bescherte.

Lohn für seine Mühe war die Silbermedaille der nationalen Wertung, verbunden mit einer Verbesserung seiner sechs Jahre alten persönlichen Bestleistung im Vierkampf auf 187,910 Punkte. „Der vierte Platz der internationalen Meisterschaft war zwar etwas enttäuschend, aber der Abstand zu den starken Holländern ist nicht mehr groß“, urteilt Rumpf. Damit hat der Celler nun als deutscher Vizemeister sein Ticket zur Masters-Weltmeisterschaft im kommenden Januar in Italien sicher in der Tasche.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt