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Lokalsport Elfjähriges Tischtennis-Talent David Walter schlägt sich in der Oberliga achtbar
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17:09 06.02.2012
Von Christopher Menge
Elfj‰hriger David Walter spielt f¸r VfL Westercelle in der Tischtennis-Oberliga Herren Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Sein Auftritt macht Hoffnung für die Zukunft, auch wenn der Abstieg für die Tischtennis-Herren des VfL Westercelle in dieser Saison aus der Oberliga Nord-West nach zwei weiteren Niederlagen wohl nicht mehr zu verhindern ist. Gegen den TSV Schwalbe Tündern (5:9) und beim VfL Oker (1:9) debütierte der erst 11-jährige David Walter in der ersten Mannschaft des VfL.

„Der Unterschied zur Bezirksliga ist schon riesig“, gab das Tischtennis-Talent nach der 0:3-Niederlage (3:11, 4:11, 8:11) gegen Max Kulins in seinem ersten Einzel in der Oberliga zu, „wobei ich auch besser spielen kann.“ Dabei hatte er auch gleich einen richtigen Kracher als Gegner. Kulins spielte bisher eine makellose Serie mit 5:0-Siegen und 15:0-Sätzen. Daran konnte David, der normalerweise in der dritten Mannschaft des VfL in der Bezirksliga spielt, nichts ändern. Mit seinen Eröffnungsbällen war der elfjährige aber schon ganz zufrieden. „Auch die Rückschläge im Doppel habe ich gut getroffen“, ergänzte David, „aber die Gegner bringen hier viel bessere Aufschläge und viel mehr Bälle rüber.“ Im Doppel hatte David gemeinsam mit Jannik Weber nach einem 11:4 im ersten Satz eine 1:3-Niederlage hinnehmen müssen. „Da hat er richtig gut gespielt“, lobte Mitspieler Christoph Bruns.

Vor vier Jahren entdeckte der damalige FSJler der Tischtennis-Abteilung des VfL Westercelle, Patrick Michaeli, in der Schul-AG das schlummernde Talent von David Walter. „Er ist schnell lernfähig und setzt die Sachen sofort um“, beschreibt Michaeli die Auffassungsgabe von Walter, der inzwischen überwiegend im Landeskader in Hannover trainiert, „zudem ist er sehr ehrgeizig und hat eine gute Technik.“ Der Unterschied zu seinen Gegnern in der Oberliga seien nur die körperlichen Defizite und die fehlende Erfahrung. „Technisch ist außer Fabian Finkendey allen überlegen“, meint Entdecker Michaeli, der seinem ehemaligen Sprössling den Sprung in die 2. Bundesliga durchaus zutraut.

Das ist auch das Ziel, das David, der zurzeit die sechste Klasse der Realschule besucht, verfolgt. „Mein Traum wäre es einmal in der Bundesliga oder 2.Bundesliga zu spielen“, sagt das Nachwuchstalent, das dafür sechs Mal die Woche trainiert. In diesem Jahr hofft er, sich für die Euro Mini Champ´s zu qualifizieren.

Derweil ist der Traum vom Klassenerhalt in der Oberliga für die Westerceller, die an diesem Wochenende ohne ihren Spitzenspieler Pontus Frithiof auskommen mussten, in weite Ferne gerückt. Trotz einer starken kämpferischen Leistungen standen die Schwarz-Gelben nach dem 5:9 gegen den TSC Schwalbe Tündern mit leeren Händen da. „Einen Punkt hätten wir durchaus verdient gehabt“, analysierte Mannschaftsführer Lukas Brinkop die Niederlage.

Einen Tag später war bei der 1:9-Klatsche beim VfL Oker allerdings nichts drin. Lediglich Westercelles Nummer eins, Finkendey, konnte sein Einzel gegen den an zwei gesetzten Peter Treulieb nach fünf Sätzen gewinnen. Im Doppel gelang David Walter gemeinsam mit Stefan Kunz zumindest ein weiterer Satzgewinn in der Oberliga. So macht sein Debüt viel Hoffnung für die Zukunft.