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Lokalsport Endspurt mit schmerzhaftem Ausgang
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10:26 20.06.2012
Der 7. Beedenbosteler Inlineskate Halbmarathon erf¸llte erneut alle Erwartungen der Teilnehmer aus Nah und Fern. Quelle: Gert Neumann
Beedenbostel

Sonnabendnachmittag, 14:45 Uhr: Immer häufiger richteten sich die Blicke aus 123 Augenpaaren der lizensierten Skater skeptisch in den wolkenverhangenen Himmel über Beedenbostel. Wird das bedeckte Wetter halten oder lässt Petrus ausgerechnet beim Lauf um die Niedersachsenmeisterschaft prasselnder Regen im Laufe die 21,1-Kilometer-Halbmarathonstrecke für die besten Skater Niedersachsens zu einem Abenteuer mit Sturzrisiko?

36:38 Minuten lang ging alles gut, dann begann es leicht zu tröpfeln. Dies ausgerechnet beim Schlussspurt der Besten. Ein lizenzierter Sprinter aus Hildesheim riskierte zu viel, wollte auf der Zielgeraden rechts die besser Platzierten noch überholen, stürzte mit einer geschätzten Geschwindigkeit von weit über 40 Stundenkilometern schmerzhaft aufs Pflaster. In einem bereit stehenden Krankenwagen ging ins Celler AKH, denn die Diagnose des Streckenarztes lautete Schulterbruch. Nichts wurde es für den Hildesheimer Skater auf den Niedersachsentitel und um Punkten im Nord-Cup. Maximilian Semmler aus Kirchboitzen rollte als Erster in 36:38,65 Minuten über die Ziellinie. Er hatte im Spurt am meisten zuzusetzen.

„Das ist hier ein richtiges Familienfest. Hier ist immer alles bestens organisiert“, sagte Birgit Rolle, Wettkampfrichterin beim Deutschen Rollsport- und Inlineverband. „Die Sportler werden durch die Zuschauer und das ganze Drumherum angenommen. Kein Wunder, dass es hier Meldungen aus Kiel, Lübeck. Osnabrück und Hannover gibt.“ Die Skater kommen gerne nach Beedenbostel. Sicherlich auch, weil es Punkte für die Nordliga und den Nordcup zu sammeln gibt. Der Halbmarathon ist die Domäne des Skate-Team Celle. Zwölf Männer und sieben Frauen hatten zur Niedersachsenmeisterschaft gemeldet. Wie auch zwei Skater des MTV Beedenbostel. Auf vorderen Plätzen landeten Laura Schorsch (42:54,65), Sandra Schwewe, Martina Smutek und Dunja Arentsen (alle Skate-Team) in Wimpernschlagabständen auf den Plätzen drei bis sechs hinter der Siegerin Carolin Zielke (Sportfreunde Lechtingen) sowie Sylvia Ordowski vom IC Hannover. Bei den Männern wurde Percy Keppler in 36:40,25 Vierter 1:55 Sekunden hinter Sieger Semmler, Justus Mumme (MTV Hildesheim) und Sven Remmert (MTV Gifhorn) ebenfalls hauchdünn vor seinen Teamkollegen Mario Sommer (Siebter) und Thomas Rumpf (Achter), die auch noch einstellige Platzierungen erreichten.

Als die letzten der lizensierten Teilnehmer die Ziellinie überfahren hatte – alle blieben unter einer Stunde Fahrzeit – öffnete Petrus seine Schleusen. Es wurde glatt auf der Strecke für die nachfolgenden Fitness-Halbmarathonskater über 21,1 Kilometer. Fünf Starter des MTV Beedenbostel sicherten sich gute Plätze im Starter-Mittelfeld.

Spektakulär war vor allem das abschließende Teamzeitfahren über die 8,5 km-Strecke. Die Celler Oldies durften sich zu Recht über ihren Sieg in 15:11.55 Minuten in dem Siebener-Feld freuen. Am offenen Teamzeitfahren nahmen sogar 14 Mannschaften teil. Die Siegerzeit von 15:12,90 für die Junioren Niedersachsen war respektabel. Celler Gemischtes mit Rollen (Platz 7) und Beedenbostel 1 (Platz 14) zollten dem Sieger Beifall.

Der Beedenbosteler Halbmarathon hat für jeden Skateinteressierten Pfeile im Köcher und war auch diesmal bestens organisiert. Aktiven, denen Vier-Kilometer-Rundkurs zu lang, konnten sich auf vielfältige Weise auf Rollen präsentieren. Seien es die 200 Meter-Sprints oder das Geschicklichkeitsfahren, der Schüler-Zweikampf, das Team-Zeitfahren für Schüler und Junioren über vier Kilometer.

Von Gert Neumann