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Lokalsport Für Celler Sportvereine beginnt neue Ära
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14:35 14.12.2018
Von Heiko Hartung
„Wir müssen als relativ kleiner Abnehmer künftig etwas mehr bezahlen, als bislang die Stadt. Aber das ist nicht gravierend“: Jörg Ristow, Vorsitzender des SSV Scheuen, musste sich - wie auch die Vorstände der anderen Celler Rasensportvereine - selbst um einen Anschlussvertrag bei einem Energieversorger kümmern. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

In gut zwei Wochen bricht für die zwölf Celler Rasensportvereine eine neue Zeitrechnung an. Zum 1. Januar 2019 treten die Nutzungsvereinbarungen in Kraft, die die städtischen Klubs – vom SV Altencelle über SV Dicle und SSV Groß Hehlen bis zum VfL Westercelle – mit der Stadt Celle geschlossen haben. Damit beginnt die stufenweise Streichung der städtischen Verbrauchskostenzuschüsse für Strom, Wasser und Gas – die Vereine übernehmen ihre Sportheime in Eigenregie. Die Stadt hat vor der Übergabe damit begonnen, in den städtischen Sportheimen Mängel zu beseitigen und Schönheitsreparaturen durchzuführen.

Vereine und Stadt teilen sich bis Ende 2020 Energiekosten

Für die kommenden zwei Jahren teilen sich Stadt und Vereine noch die Energiekosten, ab 2021 tragen die Klubs die Last zu 100 Prozent selbst. Die Stadt hat ihre Verträge mit den Energieversorgern zum Jahresende gekündigt, die meisten Vereine haben sich inzwischen um eigene Kontrakte mit den Anbietern gekümmert. Die Sorge der Klubverantwortlichen, auf dem freien Markt deutlich schlechtere Konditionen zu bekommen, wie der „Großkunde“ Stadt Celle, war offenbar unbegründet: „Wir müssen als relativ kleiner Abnehmer künftig etwas mehr bezahlen, als bislang die Stadt. Aber das ist nicht gravierend“, so Jörg Ristow. Der Vorsitzende des SSV Scheuen hat – wie auch einige andere Klubchefs – bei den Stadtwerken Celle unterschrieben. Dem Vernehmen nach sind für die betroffenen Vereine bei der 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt günstige Konditionen ausgehandelt worden. Andere Klubs stehen in Verhandlungen mit weiteren Anbietern, unter anderem mit der in der Region ansässigen SVO. „Die Stadtverwaltung hat ja ein Eigeninteresse, die Kosten möglichst gering zu halten, da sie in den nächsten 24 Monaten noch die Rechnungen zur Hälfte bezahlt“, merkt Torben Schiewe, Geschäftsführer des MTV Eintracht Celle an. Die Gebührenbescheide der kommenden zwei Jahre können die Sportvereine im Neuen Rathaus einreichen, dann werden 50 Prozent erstattet.

Stadt Celle behebt Mängel an Sportheimen

Die ab Januar geltenden Vereinbarungen bedeuten für die Vereine in finanzieller Hinsicht insgesamt einen schmerzhaften Einschnitt. Um den Vereinen an anderer Stelle entgegen zu kommen, hatte Celles Oberbürgermeister Jörg Nigge zugesichert, dass im Vorfeld alle Schäden und Unzulänglichkeiten an den Sportstätten behoben werden, bevor die Verantwortlichkeit für die Liegenschaften weitgehend an die Vereine übergeht. „Wir haben bei allen Vereinen vor Ort gemeinsam die Mängel aufgenommen. Im Detail wurde besprochen, was von der Stadt gemacht wird und was nicht“, sagt Sport-Fachdienstleiter Dirk Nothdurft. „Einige Dinge sind bereits abgehakt, andere werden zeitnah erledigt.“

Beim SV Garßen beispielsweise wurden einige Fenster ausgetauscht, demnächst soll der Fußbodenbelag in den Umkleideräumen erneuert werden. Bei den meisten Klubs steht auch ein sogenannter E-Check der Elektrogeräte an. In Scheuen wurden unter anderem Türen und ein Zaun repariert, die Fugenabdichtungen der Duschen sollen folgen. Auch neue Bewässerungsschläuche spendierte die Stadt. „Kein Verein hat überzogene Forderungen gestellt“, sagt Nothdurft.

Einzig beim SC Wietzenbruch scheint noch kein Konsens zustande gekommen zu sein. Vereinsvorsitzender Ingold Blume gibt sich bedeckt: „Es bestehen noch gravierende Mängel am Sporthaus am Alten Kanal. Das muss geklärt werden.“ Offenbar sind die Wietzenbrucher auch die einzigen, die deswegen die Nutzungsvereinbarung noch nicht unterschrieben haben. Doch Nothdurft ist optimistisch: „Bis zum 1. Januar liegen alle Unterschriften vor.“

Sind die aktuellen Mängellisten abgearbeitet, zieht sich die Stadt auch in diesem Bereich ein stückweit aus der Verantwortung zurück: Laut Nutzungsvereinbarung müssen die Vereine künftig 500 Euro pro Maßnahme, maximal aber 1500 Euro pro Jahr, selbst tragen.

Weg vom "Gießkannen-Prinzip": Die Celler Sportförderrichtlinien werden von einer überparteilichen Arbeitsgruppe überarbeitet.

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