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Lokalsport Englische Woche für SVG Celle mit Spielen gegen "TuSsies" und "Hornets"
Sport Sport regional Lokalsport Englische Woche für SVG Celle mit Spielen gegen "TuSsies" und "Hornets"
17:35 11.10.2016
Von Oliver Schreiber
SVG-Trainer Martin Kahle fordert vor dem Spiel gegen die TuS Metzingen mehrGrundaggressivität in der Deckung als zuletzt im Pokalspiel in Halle. Beim vergangenenHeimspiel gegen den VfL Oldenburg (22:24) war dies der Fall – wie hier Lareen Gräser(schwarzes Trikot) im Zweikampf mit Angie Geschke (am Ball) beweist. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Gegen die selbst ernannten „Handball-TuSsies“ von der Schwäbischen Alb gilt es, sich möglichst teuer zu verkaufen. „Wir wollen so lange wie möglich mithalten. Dass wir auch gegen Spitzenteams bestehen können, haben wir bereits gegen Oldenburg bewiesen. Aber Metzingen ist sicherlich noch einmal ein größeres Kaliber“, meint Kahle.

Der 45-Jährige kann dabei wohl auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Lediglich hinter dem Einsatz von Torhüterin Chantal Pagel steht auf Grund einer Oberschenkelblessur noch ein größeres Fragezeichen. Tina Wagenlader und Renee Verschuren haben muskuläre Probleme, können aber aller Voraussicht nach auflaufen. Svenja Kewitz steht nach überstandener Knieverletzung nach ihrem Einsatz im DHB-Pokal beim SV Union Halle-Neustadt (35:33) vor ihrem Heimspieldebüt im SVG-Trikot.

Die Gäste, deren Etat nur knapp unterhalb der Millionengrenze liegt und damit drei- bis viermal so hoch ist wie der der Cellerinnen, sind prominent besetzt. Star der „Pink Ladies“ ist Anna Loerper. Das Rückraum-Ass ist gerade von Bundestrainer Michael Biegler zur neuen Kapitänin der Nationalmannschaft gekürt worden. Die 31-Jährige führt die Torschützenliste der Bundesliga mit 38 Treffern in vier Spielen (Schnitt: 9,5 pro Partie) an.

Zum Prunkstück der „TuSies“ gehört der Abwehr-Mittelblock mit den Nationalspielerinnen Julia Behnke und der Norwegerin Tonje Løseth. Viel durch die Mitte wird der SVG daher „wohl eher nicht angreifen“, wie Kahle schmunzelnd betont. Hinter Behnke und Løseth bewacht mit Jasmina Jankovic eine Ex-Cellerin das Tor, die sich bei den Schwaben noch einmal weiterentwickelt hat. Ganz im Gegensatz zu Silvia Szücs, die vor zwei Jahren ebenfalls vom SVG nach Metzingen gewechselt ist, dort aber keine Rolle spielt und derzeit auch verletzt ist.

Kahle hat den Fokus zwar komplett auf die Partie gegen den Europapokal-Finalisten gelegt, dennoch schwirren bei den SVG-Mädels im Hinterkopf bereits „Hornissen“. Das aus Celler Sicht wesentlich wichtigere Spiel steigt nämlich am Samstag bei den Schwaben Hornets des TV Nellingen. Der Aufsteiger hat noch keinen Punkt auf dem Konto und ist Tabellenletzter. Mit einem Sieg würde der SVG im Kampf um den Klassenerhalt damit schon einmal einen Konkurrenten entscheidend distanzieren. „Natürlich haben wir auch dieses Spiel auf dem Schirm. Aber wir beschäftigen uns jetzt erst einmal ausschließlich mit Metzingen. Wir wollen uns mit einer guten Leistung Selbstvertrauen für das Spiel gegen Nellingen holen. Dafür müssen wir wieder mit mehr Grundaggressivität in der Abwehr agieren als zuletzt im Pokal“, sagt Kahle vor der englischen Woche der Cellerinnen.