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Lokalsport Erfolgreiche Revanche des SVG Celle in Mainz
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09:57 10.02.2014
Von Uwe Meier
Kathrin Schulz setzt sich gegen die Mainzer Abwehr durch. - Am Ende hatte sie acht Mal getroffen - und damit einen großen Anteil am Celler Sieg. Quelle: Jörg Grünhagen (3)
Mainz

Während in der Stadt des Karnevals eine kleine, lautstarke und in bunte Kostümen gekleidete Celler Fangemeinde sich, die Spielerinnen und den Sieg feierten, zog Evelyn Schulz kurz und knapp ein Fazit: „Das sind für uns zwei schwer erkämpfte Punkte“, sagte die Celler Kreisspielerin.

Wie auch immer. Gewonnen ist gewonnen. Zudem sind die Aufstiegschancen größer geworden. Nach der überraschenden 23:30-Niederlage von Dortmund gegen Halle-Neustadt beträgt der Celler Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz bereits sechs Punkte.

Leicht war es dem Spitzenreiter nicht gefallen, auch im vierten Spiel des Jahres 2014 ohne Punktverlust zu bleiben. Nach den eher durchschnittlichen Auftritten bei der TSV Nord Harrislee und zu Hause gegen TSG Ober-Eschbach, reichte ein weiterer glanzloser Auftritt aus, um beim FSV Mainz 05 mit dem 27:23 (13:11)-Erfolg den 14. Saisonsieg perfekt zu machen. „Wir haben uns schwer getan. Das war nicht zu übersehen“, befand auch Silvia Szücs. „Allerdings hatten wir auch gute Phase. Sonst hätten wir hier nicht gewonnen.“ Sie sei sehr erleichtert, dass „wir die zwei Punkte geholt haben. Dieses Mal haben wir auch einen kühleren Kopf als im Hinspiel bewiesen“.

Ganz offenbar scheint sich die Celler Mannschaft in der Favoritenrolle nicht so recht wohlzufühlen. Zumindest lassen dies die Partie in Mainz sowie die beiden vorangegangenen Begegnungen vermuten. Jedes Mal war das SVG-Team als Favorit in die Partie gegangen, hatte aber dann nicht an die starken Leistungen aus den Topspielen anknüpfen können. Zeitweise wirkten die Aktionen zu unkonzentriert, teilweise zu hektisch. Das war auch in Mainz nicht anders. Allein eine bessere Chancenverwertung, unter anderem blieben vier Siebenmeter ungenutzt, hätte ausgereicht, um in Mainz etwas beruhigter einem Sieg entgegenzusteuern. „Unsere Chancenauswertung war sicherlich nicht optimal“, befand auch Evelyn Schulz. Allerdings – und das ist letztlich entscheidend – hat es einmal mehr zu einem Sieg gereicht. Das liegt auch in der besonderen Stärke der SVG-Mannschaft begründet, in wichtigen Phasen die richtigen Schalter umlegen zu können, um das Tempo zu erhöhen, mehr Sicherheit in die eigenen Aktionen zu bekommen und so den Gegner auf Distanz zu halten.

Nunmehr stehen zwei Heimspiele in Folge auf dem Programm. Am kommenden Sonnabend ist der SV Allensbach zu Gast in der HBG-Halle. Eine Woche später geht es an gleicher Stelle gegen SG Kirchhof 09.

Nach Zwischenspurt zum Auswärtssieg

MAINZ. Die Auswärtsbilanz des Handball-Zweitligisten SVG Celle kann sich sehen lassen. Mit dem 27:23-Erfolg beim FSV Mainz 05 sammelt der Spitzenreiter aus bisher neun Spielen in fremder Halle 16 Punkte ein. Der Auftritt des SVG-Teams bei den „Meenzer Dynamites“ war allerdings ein Mix aus Licht und Schatten.

Celle begann schwungvoll aber ohne Treffsicherheit. Erst in der 6. Minute gelang durch Evelyn Schulz der erste Treffer. Zuvor hatte der SVG bereits vier hochkarätige Möglichkeiten ausgelassen. In der ersten Minute scheiterte Kathrin Schulz an der gegnerischen Torfrau. Dann traf Nadine Smit (2.) nur den Pfosten und Bogna Dybul ließ wenige Sekunden später einen Lattentreffer folgen. Wäre das eigentlich nicht schon genug, vergab Anna-Katharina Loest in der dritten Minute einen Siebenmeter.

Auf der anderen Seite taten sich zu Beginn in der Abwehr Lücken auf. Insbesondere auf der linken Abwehrseite offenbarte die SVG-Defensive Probleme, sodass die Mainzerin Claudia Schückler mehrfach freigespielt werden konnte. Gleich vier Treffer hatte die Rechtsaußen zur 5:2-Führung (11.) des FSV beigetragen.

Ihr viertes Tor war ein kleiner Weckruf für Celle. Die Gäste glichen durch jeweils zwei Treffer von Kathrin Schulz und Anna-Katharina Loest nicht nur aus, sondern sorgten für eine 6:5-Führung (15.). Doch der Viererpack sorgte nicht für Sicherheit. Vielmehr schlichen sich immer wieder leichte Fehler ein. Allerdings machte es Mainz nicht besser. Auch die Gastgeberinnen erlaubten sich einige Schwächen. Und so konnte sich vorerst keine der beiden Mannschaften Vorteile verschaffen.

Die Möglichkeiten dazu hätte das SVG-Team kurz vor der Pause gehabt. Doch erneut gab es Probleme mit der Chancenverwertung. Erst traf Nadine Smit nur den Pfosten des leeren Tores, anschließend brachte Bogna Dybul einen Tempogegenstoß nicht im gegnerischen Tor unter und Silvia Szücs warf einen Siebenmeter neben das Tor. Dennoch ging der Tabellenführer mit einer knappen Führung in die Pause.

Auch nach dem Wechsel plätscherte die Partie ohne größere Höhepunkte vor sich hin. Nach einem Drei-Tore-Vorsprung (15:12/32.) kassierte Celle, das über einen längeren Zeitraum mit zwei Kreisläuferinnen spielte, einmal mehr den Ausgleich. Doch nach dem 16:16 (40.) legte der SVG einen Zwischenspurt ein. Insbesondere die Abwehr war in dieser Phase hellwach und zwang den Gegner zu Fehlern. Die wurden zu schnell vorgetragenen Gegenangriffen und endlich auch konsequent zu Torerfolgen genutzt. So erspielte sich der Spitzenreiter eine 21:16-Führung. (46.). Es war die Vorentscheidung. Mainz kämpfte zwar verbissen und kam auch zweimal (19:21/51.) und 23:25 (58.) heran. Doch Celle ließ sich nicht mehr beirren. Evelyn Schulz stellte mit zwei Treffern in der Schlussminute den letztlich verdienten Sieg sicher und meinte: „Wir haben es uns mal wieder selbst schwer gemacht.“ Aber das war letztlich egal – Hauptsache gewonnen.