Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Es geht um Schadensbegrenzung
Sport Sport regional Lokalsport Es geht um Schadensbegrenzung
16:11 15.03.2012
Von Jürgen Poestges
Celle Stadt

Das Positive am Spiel beim Buxtehuder SV: „Es gibt ein Wiedersehen mit Josephine Techert und Antje Lenz, die bei uns gespielt haben“, sagt Martin Kahle, der Trainer der Handball-Bundesliga-Frauen SVG Celle, vor der Partie beim Tabellenführer am Sonntag um 15 Uhr. Und ansonsten: „Wenn der Tabellenletzte zum Ersten fährt, was wird dann passieren“, flüchtet der Coach sich in Galgenhumor.

Die Voraussetzungen sind klar: Es geht nur darum, das Ergebnis in Grenzen zu halten. „Es darf nicht wieder so schlimm werden wie in Leipzig“, so Kahle. Da gingen die Celler mit 14:29 unter. Das Selbstbewusstsein seiner Spielerinnen sei seit Weihnachten schon im Keller. „Da hatten wir gegen jede andere Mannschaft gespielt. Und wir sind immer wieder jede Woche an unsere Grenzen gestoßen. Da ist es doch logisch, dass die Köpfe bei uns hängen.“

Man fokussiert sich bei SCG auf den 7. April. Da kommt DJK/MJC Trier in die HBG-Halle. Und bei einem Erfolg könnten die Celler die rote Laterne an die Trierer weiterreichen. „Ganz klar, darum geht es nur noch“, sagt Kahle. Die Partien in Buxtehude und in Göppingen am 1. April dienen so dazu, den Spielrhythmus aufrecht zu halten. „Wir können nur im Training richtig konzentriert weiter arbeiten, um dann gegen Trier das Gefühl zu haben, dass wir alles getan haben, was wir konnten. Dann zählt es.“

Entsprechend gibt es auch für die Partie beim Tabellenführer am Sonntag keine großen taktischen Vorgaben. Kahle: „Buxtehude ist so ausgeglichen besetzt, da kannst Du gar nicht eine Spielerin konkret aus dem Spiel nehmen. Dann treffen halt die anderen.“ Die SVG-Abwehr ist gefordert, muss konzentriert und hart arbeiten, um so wenig Tore wie möglich zuzulassen. Und dann vielleicht mit dem ein oder anderen Gegenstoß selber zum Erfolg kommen, ist das Rezept. Wobei man wohl kaum damit rechnen darf, dass die Gastgeber den Tabellenletzten unterschätzen.

Da gibt es beim Gastgeber zum Beispiel Diane Lamein, die bereits 74 Tore auf dem Konto hat. Oder Stefanie Melbeck (48), Isabell Klein (47) und Randy Bülau (42). Dazu kommen zahlreiche Spielerinnen, die über 30 Treffer erzielt haben.

Kahle hat bis auf die Langzeit-Verletzte Jolanda Robben und Jessica Geier keine Ausfälle zu beklagen. „Wir versuchen, im Training so ein gesundes Mittelmaß zwischen Spaß und harter Arbeit zu finden, um ein bisschen Abwechslung reinzukriegen“, sagt Kahle. Was aber, wie er zugibt, nicht so einfach ist. „Jeder weiß doch bei uns, worum es geht. Und jeder kennt unsere Situation. Das bekommt man aus den Köpfen auch so einfach nicht raus. Das ist doch normal.“