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Lokalsport „Es gibt halt solche Tage“
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20:40 30.09.2018
Von Jürgen Poestges
Volle Konzentration beim wichtigen Aufschlag: Celles Nils Hohmann (vorne) im Doppel mit Tobias Hippler. Zum Sieg reichte es für das Duo aber nicht. Quelle: Kimberly Wojahn
Celle

Fedor Kuzmin war das Zünglein an der Waage. Der Russe im Team der Tischtennis-Zweitliga-Herren von TuS Celle 92 hätte mit einem Erfolg im Spiel der beiden „Einser“ gegen Damien Eloi vom Gegner TTC GW Bad Hamm das Ruder noch herumreißen können. Er schaffte nach einem 1:2-Satzrückstand zwar noch den Ausgleich. Im fünften Durchgang hatte er aber mit 4:11 das Nachsehen. Und die Celler damit das erste Saison-Heimspiel in der Sporthalle der Altstädter Schule vor rund 250 Zuschauern verloren.

Schon nach den beiden Auftakt-Doppeln war die Ausgangslage alles andere als gut. Tobias Hippler und Nils Hohmeier verloren ebenso knapp im fünften Satz wie Kuzmin und Arne Hölter. „Da hatten wir uns schon ein wenig mehr ausgerechnet“, gesteht Celles Kapitän Hohmeier. „Zumindest ein 1:1 wäre durchaus möglich gewesen.“ Das sieht sein Trainer Frank Schönemeier ähnlich. „Das Niveau in der 2. Liga ist so ausgeglichen, da entscheiden manchmal Kleinigkeiten.“

Als dann auch noch Kuzmin, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, gegen den Japaner Koyo Kanamitsu mit 1:3 das Nachsehen hatte und Cedric Meissner am zweiten Tisch parallel gegen Eloi sogar 0:3 verlor, war der Abstand schon vier Punkte angewachsen. „Das ist noch kein Beinbruch. Und Russe gegen Japaner ist immer etwas problematisch, da treffen zwei Rückhandspieler aufeinander“, meinte da noch Trainer Schönemeier. „In den unteren Paarkreuzen sind wir stärker besetzt als Hamm, glaube ich. Allerdings ist 0:4 natürlich schon eine schlechte Ausgangslage. Der Gegner tut sich leichter, wir fangen an, nachzudenken. Und die Stimmung in der Halle ist natürlich bei einem 2:2 auch besser.“

Was man den Celler Akteuren auf jeden Fall nicht absprechen kann, ist der Kampfeswille. Da gab es schon mal ein „Come on“ oder ein „Los jetzt“ als Selbstmotivation. Und der Ärger nach einem vergebenen Punkt ist ohnehin immer groß. Aber die Hammer Spieler wirkten häufig ein wenig schneller im Kopf und ein wenig besser in der Umsetzung von Ideen.

Für die beiden Celler Punkte sorgten Tobias Hippler, der gegen Hamms Nummer vier mit 12:14, 11:6, 11:9 und 11:8 gewann, und Hohmeier. Er setzte sich gegen Gerrit Engemann mit 11:8, 10:12, 11:5, 1:11 und 11:6 durch. Und da kam dann noch einmal so etwas wie Hoffnung auf bei den Zuschauern in der Halle. Allerdings sollte es am Ende dann doch nicht sein.

„Es gibt halt solche Tage“, meinte auch Hohmeier. „Wir müssen uns, glaube ich, heute nichts vorwerfen. Es waren einige enge Spiele dabei. Und wenn Fedor seine Partie gewinnt, wäre ganz sicher noch ein 5:5 drin gewesen.“

Erstes Ziel für den Trainer ist es nun, die Besetzung für das zweite Doppel zu finden. „Hippler und Hohmeier spielen schon seit Jahren zusammen, die verstehen sich“, sagt Schönemeier. „Kuzmin und Hölter hatten noch Probleme, da stimmt die Harmonie noch nicht.“

In Panik verfällt ob der beiden Niederlagen in den ersten drei Punktspielen aber niemand beim TuS 92. „Unser Ziel ist ganz klar, nicht abzusteigen“, erklärt der Trainer. „Dazu müssen wir am Ende auf Rang acht stehen, ich denke, wir werden 16 Punkte brauchen.“ Und die, da ist er sich sicher, werden sie schon holen. „Bad Hamm ist sicher eines der Spitzenteams. Wir müssen uns an Neckarsulm und Fulda messen. Die sollten wir am Ende hinter uns lassen.

TuS Celle 92 – TTC GW Band Hamm 2:6

Hippler/Nils Hohmeier – Eloi/Kanamitsu (8:11, 11:13, 11:6, 11:9, 10:2:3; Kuzmin/Hölter – Engemann/Zeptner (10:12, 13:11, 9:11, 12:10, 9:11) 2:3; Kuzmin – Kanamitsu (8:11, 9:11, 11:9, 8:11) 1:3; Meissner – Eloi (3:11, 7:11, 3:11) 0:3; Hippler – Zeptner (12:14, 11:6, 11:9, 11:8) 3:1; Hohmeier – Engemann (11:8, 10:12, 11:5, 1:11, 11:6) 3:2; Kuzmin – Eloi (11:8, 5:11, 8:11, 11:8, 4:11) 2:3; Meissner – Kanamitsu (9:11, 6:11, 5:11) 0:3.

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