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Lokalsport „Es ist halt die beste Liga der Welt“: Celler Lehnhoff in Burgdorf glücklich
Sport Sport regional Lokalsport „Es ist halt die beste Liga der Welt“: Celler Lehnhoff in Burgdorf glücklich
15:11 03.11.2010
Von Jürgen Poestges
Lars Lehnhoff im Duell mit Nationaltorwart Johannes Bitter vom HSV Hamburg Quelle: Florian Petrow
Adelheidsdorf

Anderthalb Jahre spielt er nun in „der besten Liga der Welt“, sagt er selber. Lars Lehnhoff, 24 Jahre alt, läuft für den Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf auf. Und ist immer noch völlig begeistert. Jetzt steht er auf einmal den Spielern in persona gegenüber, die er vor kurzer Zeit nur aus dem Fernsehen oder der Zeitung kannte. „Da mache ich mir aber nicht wirklich viele Gedanken drüber“, meint er schmunzelnd. „Ich laufe auf und will mein Bestes geben. Gegen wen wir da spielen, ist mir eigentlich egal. Ich will einfach immer besser werden. Es gibt noch viel zu lernen.“

Sein schönstes Erlebnis bisher hatte er in der vergangenen Saison. „Da habe ich gegen Lemgo einige Sekunden vor Schluss den Siegtreffer für uns geworfen. Das war unglaublich, was da los war. Das sind die Momente, die vergisst man nie. Und danach ging es mir ein paar Tage richtig gut.“ In dieser Saison gab es auch einen Erfolg gegen Lemgo, im DHB-Pokal gewann Burgdorf 28:25.

Den größten Unterschied zu seiner Zeit beim SV Altencelle, wo seine Karriere begann, und zu MTV Post Eintracht Celle ist für den gebürtigen Adelheidsdorfer klar: „Hier geht alles viel professioneller zu. Das Spiel ist schneller und auch härter.“ Derzeit plagen ihn Fuß-Probleme. „Ich musste zwei Spiele aussetzen. Jetzt tut der Fuß zwar immer noch weh, aber irgendwie geht es.“

In der vergangenen Spielzeit war er der beste Torschütze seiner Mannschaft, auf dem Weg ist er nun ebenfalls wieder. 24 Tore hat er aus dem Spiel heraus erzielt, elf von 19 Siebenmetern verwandelt.

Acht Mal pro Woche bittet Trainer Aron Kristjánsson seien Spiele zu den Übungseinheiten. „Von Montag bis Mittwoch jeweils zwei Mal, donnerstags und freitags ein Mal. Und am Wochenende wird gespielt“, erzählt Lehnhoff. Und man scheint zufrieden zu sein mit dem Celler Handball-Gewächs: Sei Vertrag wurde vor einigen Monaten vorzeitig bis 2012 verlängert.

Derzeit, nach neun absolvierten Partien, stehen die Burgdorfer mit 4:14 Punkten auf Rang 14 der Tabelle. Lehnhoff winkt ab, wenn er nach der etwas prekären Situation befragt wird. „Wir haben bisher fast ausschließlich gegen die Teams aus der oberen Tabellenregion gespielt. Da sind vier Punkte in Ordnung, kein Grund zu Panik.“ Allerdings: So langsam aber sicher müsse man nun auch punkten. Am besten schon am Sonntag, wenn es zum HBW Balingen-Weilstetten geht. Der Zwölfte hat ein Spiel weniger und zwei Zähler mehr auf dem Konto. „Da wäre ein Sieg schon klasse“, sagt Lehnhoff. „Aber Auswärtsspiele sind in der Liga immer sehr viel schwerer zu gewinnen als Heimspiele.“

Zu Hause geht es im übrigen am Sonnabend, 13. November, um 19 Uhr weiter. Mit FrischAuf Göppingen ist dann eine Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld zu Gast in der AWD-Hall.

Die Celler Handballszene hat er trotz allem noch im Blick. „Ich schaue mir schon häufig die Spiele von MPE in der Oberliga an“, erzählt Lehnhoff und gibt zu, dass es ihn schon betroffen macht, wenn seine alte Mannschaft derzeit in Problemen steckt. „Aber sie haben ja am vergangenen Wochenende gewonnen, die kommen da unten bestimmt raus.“

Auch beim SV Altencelle lässt er sich sehen. Da allerdings bei den Frauen in dr Regionsoberliga. „Da spielen meine Freundin und meine Schwester“, verrät er. Und wer weiß, vielleicht kommt er ja auch irgendwann wieder zurück. MPE würde sich freuen...