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Lokalsport Favoriten stürmen in Traumfinale
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09:59 02.04.2013
Dicles Dennis Seidel, hier im - Zweikampf mit Eldingens Dirk Pelzer (Foto oben/rechts), war der - überragende Spieler seiner - Mannschaft. Auch Eintrachts - Marec Thurmann - (Foto links/oben) ließ sich von - Wietzes Florian Berg nicht wirklich auf die Schippe nehmen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Elf Tore, zwei deutliche Siege und zwei Favoriten, die in einer anderen Liga zu spielen scheinen: Die Begegnungen im Kreispokal-Halbfinal am Ostermontag hatten es in sich.

Auf dem Dicler Sportplatz an der 77er Straße war mit drei Treffern zwar einmal mehr SVD-Goalgetter Jiyan Alin spektakulärster Akteur. Der entscheidende Mann auf dem Feld war aber ein anderer. Einer, der eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich hatte: Dennis Seidel. Vor dem Anpfiff noch in der Mannschaftsbesprechung dazu angehalten, sein Potenzial besser abzurufen, war es gerade dieser Seidel, der auf ungewohnt offensiver Position überzeugte und seine Dicler zum Sieg führte.

In einer zu Beginn von beiden Mannschaften vorsichtig geführten Partie erarbeiteten sich die Gastgeber durch Kai Broschinski die ersten gefährlichen Torchancen (12. und 15. Minute). Nach einer halben Stunde wurde dann „Achterbahnfahrer“ Seidel zum ersten Mal auffällig. Einen Fehler der Eldinger Abwehrreihe nutzte der erstmals als „Zehner“ aufgebotene Seidel eiskalt aus und erzielte mit einem strammen Schuss aus zehn Metern die Führung (26.).

Kurz darauf das gleiche Bild: Ein haarsträubender Rückpass der SG landete erneut bei Seidel. Dieses Mal legte er quer auf Alin, der nur noch einzuschieben brauchte (29.). In der 36. Minute war wieder Dicles Nummer 16 im Brennpunkt. Diesmal kam Seidel im Eldinger Strafraum zu Fall – Elfmeter. Jiyan Alin ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und verwandelte zum 3:0.

Nach der Halbzeitpause fanden endlich auch die Gäste ins Spiel. Scheiterte SG-Stürmer Marc von der Ohe noch an Dicle-Schlussmann Hasan Kaplan (63.), machte es Christian Cohrs drei Minuten später besser. Durch den Eldinger Anschlusstreffer fast wie wachgeküsst, nahmen jetzt auch die Gastgeber wieder an der Begegnung teil und erhöhten durch einen direkten Alin-Freistoß zuerst auf 4:1 (75.) und durch einen überlegten Schlenzer von Metin Tatu auf 5:1 (80.).

„Das war heute insgesamt ein ungefährdeter Sieg, bei dem wir aber trotzdem noch nicht alles abgerufen haben“, fand Dicle-Trainer Ulrich Busse. „Wir freuen uns jetzt aufs Finale“, sagte er weiter.

„Dicles Erfolg geht natürlich in Ordnung. Das schnelle 4:1 nach dem Anschluss war der endgültige K.o.-Schlag“, meinte hingegen Eldingens Coach Werner Köller.

Dicles Finalgegner wird am ersten Mai in Ahnsbeck der MTV Eintracht Celle sein. Die Celler ließen es beim TSV Wietze gleich fünfmal klingeln. Anzeichen für einen Klassenunterschied? Von wegen. „Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Eintracht hat uns nicht an die Wand gespielt“, fasste Wietze-Trainer Uwe Ronge zusammen.

Seiner Mannschaft sei es in den ersten 20 Minuten nicht gelungen, die vielversprechenden Tormöglichkeiten zu nutzen. „Mit dem 1:0 und dem 2:0 im Rücken war Eintracht dann einfach zu clever“, so Ronge, der mit seinen Wietzern in zwei Wochen die Chance zur Revanche hat, dann in der Liga. Den schönsten Treffer des Tages erzielte übrigens MTV-Kapitän Marc Kohls, der einen Eckball direkt zum zwischenzeitlichen 3:0 verwandelte.

Von Philip Krüger