Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Fedor Kuzmin lässt in Celle die Halle beben
Sport Sport regional Lokalsport Fedor Kuzmin lässt in Celle die Halle beben
21:42 25.11.2018
Von Christian Link
Celles Topspieler Fedor Kuzmin bringt durch seine zwei Einzelsiege gegen Bad Homburg seine Mannschaft auf die Siegesspur. Bei seinem Fünf-Satz-Erfolg gegen Nandor Ecseki, die Nummer 94 der Weltrangliste, fiebert die ganze Halle mit und jubelt über sehenswerte Ballwechsel auf Spitzenniveau. Quelle: Christian Link
Celle

Durch den 6:0-Kantersieg bei Schlusslicht NSU Neckarsulm und den 6:3-Erfolg beim ehemaligen Tabellendritten TTC OE Bad Homburg haben die Celler ihr Punktekonto ausgeglichen. Vom Spitzenreiter aus Mainz trennen TuS 92 jetzt nur noch vier Zähler – doch die Konkurrenten im Abstiegskampf sind mit Celle quasi gleichauf.

„Es gibt keine Entwarnung, denn der Neunte steigt auch ab“, sagt TuS-Trainer Frank Schönemeier. Nach dem „optimal gelaufenen Wochenende“ sei die unmittelbare Abstiegsgefahr aber erst einmal gebannt. Und zwar zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt. „Wir werden uns im Verein noch vor dem Dortmund-Spiel zusammensetzen und für die nächste Saison planen“, sagt Schönemeier und fügt hinzu: „Da haben wir jetzt eine gute Ausgangsposition.“

Zuschauer klatschen Fedor Kuzmin zum Sieg

Angeführt von ihrem Topspieler Fedor Kuzmin gelang den Cellern gegen Bad Homburg ein kleiner Überraschungserfolg. "Dass Fedor die Nerven behalten hat, war heute kriegsentscheidend", kommentiert Schönemeier den Fünf-Satz-Krimi gegen Nandor Ecseki, die Nummer 94 der ITTF-Weltrangliste. "Wenn man auf demselben Niveau spielt, ist der Kopf entscheidend", so der TuS-Coach.

Der junge Ungar hatte den Celler Routinier schon am Rand einer Niederlage, doch der kam plötzlich zurück ins Spiel. Weil Cedric Meissner seine Partie gegen Harald Andersson zügig mit 0:3 verlor, konzentrierte sich die gesamte Halle darauf, Kuzmin zum Sieg zu peitschen. Mehr als 150 Zuschauer bejubelten jeden Punktgewinn des Russen. Auch den Schweden Andersson brachte Kuzmin anschließend zur Verzweiflung. "Ich weiß nicht, was ich tun soll. Er macht zu viele einfache Punkte", klagte der Bad Homburger bei seinem Trainer.

Bei Bad Homburg fehlt Rares Sipos

Den Cellern spielte allerdings der Ehrgeiz der rumänischen Nationalmannschaft in die Karten. Die war nämlich mit dem Topspieler der Gäste, Rares Sipos, bereits zur Jugend-WM nach Australien aufgebrochen. TuS-Talent Meissner fliegt für die DTTB-Auswahl mit einer guten Wochenend-Bilanz hinterher. Auch wenn er gegen die Südhessen nicht den besten Tag erwischte. Seinen 3:0-Sieg gegen Ecseki kommentierte Meissner entsprechend trocken: „Wir haben beide ein bisschen lustlos gespielt, ich hatte etwas mehr Bock."

Bereits am Samstag hatte Aufsteiger Celle in Neckarsulm den bislang höchsten Erfolg in der zweiten Bundesliga gefeiert. „6:0 ist ein deutliches Ergebnis, aber es waren auch ein paar knappe Einzelspiele dabei“, sagte Schönemeier, der zwar einen Sieg erwartet hatte, aber nicht in dieser Höhe. Für den Mitaufsteiger war es die erste Pleite ohne eigenen Punktgewinn.

Dass die achte Neckarsulmer Niederlage in Folge keine Selbstverständlichkeit war, zeigte das Schlusslicht am Sonntag beim 5:5 gegen BV Borussia Dortmund. Gegen den ersatzgeschwächten Tabellenzweiten waren die Baden-Württemberger in genau der gleichen Aufstellung wie gegen Celle angetreten. Das TuS-Team wird im nächsten und letzten Hinrundenspiel allerdings vermutlich wieder gegen die Borussen in Bestbesetzung antreten. Die Partie in Dortmund findet erst am 14. Dezember statt.

NSU Neckarsulm – TuS Celle 92 0:6: Schabacker/Braun – Hohmeier/Hippler 1:3 (7:11, 11:5, 9:11, 11:13), Mohr/Bluhm – Meissner/Xu 1:3 (8:11, 10:12, 11:7, 10:12), Mohr – Meissner 1:3 (4:11, 13:11, 8:11, 12:14), Schabacker – Kuzmin 1:3 (7:11, 8:11, 11:9, 10:12), Braun – Hohmeier 2:3 (11:6, 8:11, 6:11, 11:8, 7:11), Bluhm – Hippler 2:3 (8:11, 11:13, 11:9, 11:7, 8:11).

TuS Celle 92 – TTC OE Bad Homburg 6:3: Meissner/Hölter – Ecseki/Valuch 3:1 (12:10, 11:8, 6:11, 12:10), Hohmeier/Hippler – Scheja/Andersson 2:3 (13:11, 7:11, 11:2, 10:12, 11:13), Kuzmin – Ecseki 3:2 (8:11, 8:11, 11:9, 11:5, 11:6), Meissner – Andersson 0:3 (7:11, 9:11, 7:11), Hippler – Scheja 4:1 (11:1, 11:7, 9:11, 11:9), Hohmeier – Valuch 0:3 (5:11, 9:11, 9:11), Kuzmin – Andersson 3:0 (11:6, 11:8, 11:6), Meissner – Ecseki 3:0 (11:7, 14:12, 11:8), Hippler – Valuch 3:1 (12:10, 7:11, 12:10, 11:4).