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Lokalsport Felix Edling träumt von Gold
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14:18 02.08.2010
Judoka Felix Edling Quelle: Peter Müller
Nienhagen

Wenn Felix Edling an seine Judokarriere denkt, dann fällt ihm vor allem ein Ziel ein: „Olympiasieger wäre mein Traum“, sagt der 14-Jährige. Auch wenn es bis dahin noch ein weiter, anstrengender Weg ist, Edling hat bereits einige Erfolge zu verzeichnen, die an seiner Leistung keinen Zweifel lassen. Zuletzt wurde der Judoka, der für den SV Nienhagen startet, vom Bundestrainer für ein einwöchiges Trainingslager mit der deutschen und französischen U-16-Nationalmannschaft nominiert.

„Judo macht mir einfach Spaß“, erklärt Edling. „Da hat man richtig Action.“ Zum Sport gekommen sei er im Alter von sechs Jahren durch seinen Vater, Maik Edling, der auch sein Trainer ist. Judo ist bei den Edlings Familiensache. „Mein Onkel war der erste Schwarzgurt in der ehemaligen DDR“, erklärt Maik Edling. Noch heute erinnere in den neuen Bundesländern das Erhard-Edling-Turnier an den erfolgreichen Judoka. „Er und mein Vater waren zudem lange Zeit als Trainer tätig.“

Maik Edling, der 2004 bei der Ü-30-Weltmeisterschaft in Wien den fünften Platz belegte, ist Träger des 2. Dan. Sohn Felix trägt noch den braunen Gürtel, den höchsten Schülergrad. Bis er 16 ist, muss er sich noch gedulden, um die Prüfung zum Schwarzgurt ablegen zu können.

Zum Erfolg führte bei Felix Edling in den vergangenen Jahren ein Weg, auf dem einige Kreis-, Bezirks- und schließlich auch Internationale Meisterschaften lagen. „Mit sieben Jahren hatte ich mein erstes Turnier“, erinnert sich Edling. Und dabei belegte er gleich den ersten Platz.

In den vergangenen zwei Jahren konzentrierte sich Edling besonders auf Großturniere und schaffte als einer von ganz wenigen deutschen Athleten das Kunststück, bei allen drei DJB-Sichtungsturnieren 2009 und 2010 eine Medaille zu gewinnen. Dabei unterlag er jeweils nur gegen Kontrahenten aus dem Ausland.

Für eine Nominierung für die Nationalmannschaft ist der Schüler allerdings noch zu jung. „Außerdem ist das sehr schwierig, da wird alles genau geprüft“, erklärt Vater Maik Edling. Zurzeit sei es wichtig, Einladungen für den Bundeskader zu bekommen. „Eine Option für mich ist zudem der Besuch einer Sportschule nach der 10. Klasse“, erklärt Felix Edling. Seinem Vater, der selbst einen ähnlichen Weg gegangen ist und ein Sportinternat in Berlin besucht hat, war wichtig, dass der 14-Jährige mit dem ruhigen, zurückhaltenden Wesen bis dahin nicht aus seinem sozialen Umfeld gerissen wird.

Vier Trainingseinheiten absolviert der Nachwuchs-Judoka pro Woche – drei in Nienhagen, eine am Olympiastützpunkt in Hannover. Am Wochenende geht es zu den Wettkämpfen. „Meine Freizeit kommt dabei aber nicht zu kurz“, erklärt Edling. „Der Ausgleich mit Freunden ist enorm wichtig“, sagt auch Mutter Sandra. Und die findet Edling nicht zuletzt über seinen Sport. Mit den Franzosen, die jetzt auch ins Trainingslager nach Hannover gekommen sind, versteht sich der Jugendliche bestens. Und ein Berufswunsch steht auch schon fest: „Polizist wäre toll“, sagt Edling.

Von Birte March