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Lokalsport Finalrunde für Luftgewehrschützen aus Wieckenberg nur noch theoretisch möglich
Sport Sport regional Lokalsport Finalrunde für Luftgewehrschützen aus Wieckenberg nur noch theoretisch möglich
17:08 10.12.2017
Von Christoph Zimmer
Wieckenbergs Luftgewehrschützin Tina Lehrich verlor ihr Duell im Wettkampf gegen Hilgert. Quelle: Michael Schäfer
Wieckenberg

Niederaula. Dabei hatte das Wettkampfwochenende zum Jahresabschluss so vielversprechend begonnen. Mit einem klaren 4:1 gegen den punktlosen Tabellenletzten aus Hamm startete Wieckenberg am Samstag in Niederaula bei Bad Hersfeld in die beiden letzten Wettkämpfe des Jahres. Allen voran Stine Holtze Nielsen, die gegen Etienne Germond ein Ergebnis von 399 Ring schoss, zeigte eine starke Leistung. „Das war absolute Weltklasse, was sie geschossen hat“, lobte Manager Horst-Dieter Ruschel. Nur ein Schuss – eine 9,9 – verfehlte die Zehn und verhinderte damit die Maximalpunktzahl von 400 Ring.

Melissa Ruschel, Isabell Ruschel und Tina Lehrich sicherten ihrer Mannschaft die drei anderen Einzelpunkte gegen Hilgert. Die leicht angeschlagene Claire-Luisa Ruschel verlor ihr Duell knapp. „Alle haben sehr gut gearbeitet und eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt“, lobte der Manager den souveränen Auftritt seiner Luftgewehrschützinnen.

In einem ausgesprochen spannenden Wettkampf gegen Hilgert wechselte die Führung zunächst munter hin und her. Erst kurz vor Schluss ging Hilgert in Führung, als Melissa Ruschel in ihrem Duell gegen Barbara Hepp, die zu diesem Zeitpunkt bereits alle 40 Schuss abgegeben hatte, eine Acht schoss. „Bei der lauten Zuschauerkulisse hat sie in dieser Situation leider Nerven gezeigt“, sagte der Manager. „Das war der Knackpunkt dieses Wettkampfs.“

Zuvor hatten Holtze Nielsen und Isabell Ruschel ihre Duelle gewonnen, Claire-Luisa Ruschel hatte erneut das Nachsehen. Weil der letzte Schuss von Lehrich dann um Millimeter das Ziel verfehlte, verlor Wieckenberg am Ende knapp. „Wir hätten diesen Wettkampf gewinnen können“, haderte Horst-Dieter Ruschel hinterher. Allerdings gab er auch zu bedenken, dass mit dem Deutschen Vizemeister von 2015 ein starker Gegner an den Schießstand gegangen war.

Mit dem Sieg gegen Hamm ist der Klassenerhalt für Wieckenberg so gut wie perfekt. Nur wenn die in der Tabelle unten stehenden Mannschaften die beiden letzten Wettkämpfe gewinnen und die Wieckenberger die ausstehenden Begegnungen verlieren, wäre das nochmal ein Thema. „Weil wir aber die deutlich besseren Einzelpunkte haben und die Mannschaften auch noch gegeneinander schießen, beschäftigen wir uns damit nicht“, sagte der Manager selbstbewusst. Theoretisch ist zwar auch noch die Finalrunde möglich, aber auch das spielt für die Luftgewehrschützen derzeit keine Rolle. „Selbst wenn wir die beiden letzten Wettkämpfe gewinnen, wird es wohl nicht reichen.“

Mit dem sechsten Platz zum Jahresabschluss ist Wieckenberg zufrieden. „Das ist die beste Platzierung, die wir je hatten“, sagte Lehrich. Am Ende konnte auch die Mannschaftsführerin wieder lachen.