Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Finalrunde in Wathlingen kein Thema mehr
Sport Sport regional Lokalsport Finalrunde in Wathlingen kein Thema mehr
18:06 20.11.2017
Von Uwe Meier
Wathlingen

Wathlingen. "Da muss man dann schon mal ein oder zwei Tage drüber nachdenken.“ Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei nach dem Wettkampf schon etwas gequält gewesen.

Dabei hatte der größere Teil der Wathlinger Schützen nicht einmal eine schlechte Leistung gezeigt – Philipp Aranowski (379 Ring), Cedric Cammann (371) sowie Florian Ullrich (376) in seinem ersten Saisonwettkampf kamen sogar an ihre Bestleistungen heran. Doch auch die reichten nicht aus, um die Berliner halbwegs in Schach zu halten. Das Mannschaftergebnis von 1894:1855 Ring spricht eine deutliche Sprache. Der klare Unterschied lag allerdings zu einem gewissen Teil auch drain begründet, dass Coral Kennerly (368) und Christian Oehns (361) nicht unbedingt ihren besten Tag erwischt hatten. „Aber auch wenn sie ihre Topleistung abgeliefert hätten“, sagt der Teammanager, „es hätte für uns an diesem Tag gegen Berlin nicht gereicht.“

Die Hauptstädter hatten alles aufgeboten, was in ihrer Riege Rang und Namen hat. Die französische Topschützin Mathilde Lamolle, die beiden deutschen Nationalkaderschützen Florian Schmidt und Maren Johann sowie mit Uwe Potteck einen ehemaligen Olympiasieger und Weltmeister flößten den Wathlingern offenbar zu viel Respekt ein.

„Beim Probeschießen war bei Coral und Christian noch alles in Ordnung“, erzählt Oehns. Doch im Wettkampf ging dann plötzlich nichts mehr. Kennerly blieb sieben Ring unter ihrer Saisonbestleistung, bei Oehns waren es gleich 18 Ring. „Natürlich war er darüber ziemlich sauer,“ erzählt der Teammanager.

Zumindest Cedric Cammann hielt den Kampf um einen Ehrenpunkt für seine Mannschaft lange Zeit offen. Er lag im Duell mit Josefin Eder zwischenzeitlich sogar in Front. Doch eine Acht bei einem seiner letzten drei Schüsse ließen die Hoffnungen auf zumindest einen Punkt platzen. „Er war ganz dicht dran“, meinte der Teammanager. Gereicht hatte es aber auch für ihn nicht.

In der Tabelle sind die Wathlinger nunmehr bis auf den achten Platz abgerutscht. „Da gibt es bei den noch ausstehenden Wettkämpfen etwas geradezurücken“, sagt Oehns kämpferisch. Genügend Selbstvertrauen ist vorhanden, um wieder einige Plätze nach oben zu klettern.