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Lokalsport Findet neues Altenceller Ensemle den richtigen Verbandsliga-Takt?
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15:10 08.09.2016
Celle Stadt

MTV Braunschweig –SV Altencelle(Sonntag, 17 Uhr)

Gespannt ist Altencelle vor allem auf seine Neuzugänge. Mit Daniel Mummert kam kurz vor Toresschluss aus Wathlingen ein junger Spieler hinzu, obwohl sich die HSG seiner Zusage sicher war. Zudem wechselten aus Bergen die Nowak-Brüder zu den Gelb-Roten. Nach der Ära „Bode, Katzer, Kibellus, Richter, Woitas hat der SV Altencelle also sein Gesicht zur neuen Saison auf vielen Positionen verändert.

Mit sieben Neuzugänge verjüngte Manager Reinhard Roselieb und sein Team und versucht, die Abgänge gut zu kompensieren. „Beim Coach haben wir einen absoluten Glücksgriff gelandet und mit Stefan Schmidt-Kollberg einen erfahrenen Spielertrainer verpflichtet“. so Roselieb. Er spielte bereits beim TSV Hannover-Burgdorf in der 2. Bundesliga, zudem war er in Braunschweig und Söhre aktiv. „Er strukturiert die Spielweise um, legte in der Vorbereitung viel Wert auf Kondition, Disziplin und Abwehrarbeit“, erklärte der SVA-Manager. Bei Testspielen probierte Schmidt-Kollberg viele verschiedene Konstellationen aus. Dabei gewann das Team 31:23 gegen Westercelle und unterlag Himmelsthür 24:26. Am vergangenen Wochenende ging der Pokalauftritt zwar ziemlich daneben, aber da fehlten auch sieben Spieler.

Fest steht: Für die Altenceller wird es in diesem Jahr wieder sehr schwierig sein. So ist sich Außen Sebastian Ebel sicher, dass die Spielklasse noch stärker geworden ist. In der Tat: Mit den erfahrenen Oberligaabsteigern Alfeld, Hildesheim und Münden sowie den Aufsteigern Braunschweig, Eyendorf, Geismar und Vinnhorst kommen spielstarke Mannschaften hinzu.

Braunschweig seinerseits kam im Pokal eine Runde weiter, schlug Lelm und Groß-Lafferde. Gegen den pfeilschnellen Gegner wird der braunschweigerfahrene SVA-Coach Schmidt-Kollberg einen gewieften Matchplan entwerfen: „Wir wollen so schnell wie möglich viele Punkte sammeln, damit es nicht wieder so eng wird, wie im letzten Jahr“, so der Spielertrainer.

Der SVA-Kader: Frederik Hövermann, Folke Hönisch (vom HSV Bockeroth), Klemens Nowak (TuS Bergen), Marvin Schröer ( MTV Embsen) im Tor; Sebastian Ebel, Thorsten Dralle, Dmitri Grad, Malte Herbst, Thilo Kisser, Niclas Kolle, Daniel Mummert (HSG Adelheidsdorf/ Wathlingen), Kai Nowak (TuS Bergen), Malte Petersen, Rene Scherbanowitz (HSG Herrenhausen/Stöcken), Stefan Schmidt-Kollberg (Sportfreunde Söhre), Henrik Weinmann, Lucas Wernig.

Abgänge: Chris Bode, Thomas Katzer, Rouven Kibellus (alle Karriereende), Richter (Stand-by), Marcus Woitas (2. Mannschaft).

MTV Müden –Sportfreunde Söhre(Sonntag, 17 Uhr)

Auch Handballer vom MTV Müden startet an diesem Wochenende in die neue Verbandsliga-Saison.

Im zweiten Jahr in der Verbandsliga haben sich die Gäste aus dem Speckgürtel von Hildesheim nochmals verstärkt. Mit Trainer Sven Lakenmacher sitzt bei den Sportfreunden ein Ex-Nationalspieler auf der Bank, der vorher den Zweitligisten HF Springe coachte und davor Steffen Müllers Coach beim TSV Burgdorf war. Zudem holte sich Söhre mit Sebastian Froböse (SG Börde), Jan-Phillip Naß (vorher Flensburg, Duderstadt, Rosdorf) und Jan Koob (MTV VJ Peine) drei erfahrene Spieler.

Die Gäste, die seit Jahren ein intensives Jugendkonzept pflegen, wollen mittelfristig in die Oberliga, haben aber auch Respekt vor dem Gegner. Denn Müden wird in Söhre als Geheimfavorit gehandelt. Doch auch MTV-Co-Trainer Markus Haydl verteilt Vorschusslorbeeren: „Die Sportfreunde haben ein gutes Team, das seine Stärken im Tempohandball hat. Das müssen wir unterbinden. Zudem dürften die Neuzugänge die Abwehr noch verstärken.“

MTV muss weiterhin auf Leistungsträger Steffen Müller verzichten, zudem die Abgänge des Trios Laubenstein, Kirchhoff und Erdt kompensieren. Dennoch gibt sich Haydl optimistisch: „Wir hatten eine gute Vorbereitung, alle haben gut mitgezogen und haben in einigen Testspielen gezeigt, dass sie auch höherklassige Gegner schlagen können.“

Von Stefan Mehmke