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Lokalsport Früherer tunesischer Jugendnationalspieler verstärkt Celler Bären
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17:36 28.11.2017
Celle

Der 21-Jährige Tunesier lebt seit eineinhalb Jahren in Deutschland. Bevor er nach Celle kam, studierte er in Heidelberg und spielte Handball bei den PSV Knights. Nach wenigen Monaten wechselte er von Heidelberg nach Hannover, um an der Leibniz Universität Energieelektronik zu studieren. In der niedersächsischen Landeshauptstadt angekommen, suchte er einen neuen Handballverein – und stieß dabei auf den HBV 91 Celle.

Bereits im ersten Training überzeugte er die Trainerin. „Er passt menschlich sehr gut und hat sich auch deswegen für uns entschieden“, sagt Verschuren. Und der Sportliche Leiter Moritz Kaplick ergänzt: „Wir haben einen hohen organisatorischen Aufwand betrieben und ganz kurzfristig vor dem letzten Spiel die Spielberechtigung erhalten. Wir freuen uns sehr, denn ‚Rafa‘ hat den Kontakt zu uns aufgenommen. Dass sich so ein Spieler bei uns meldet, zeigt, dass wir sportlich und in der Außendarstellung vieles richtig gemacht haben.“

Die 91er freuen sich nach den beiden Rückkehrern Niklas Krummel und Stefan Wohlfeld mit Nciri innerhalb kurzer Zeit einen weiteren Neuzugang verpflichten zu haben.

Sportlich bringt der Rechtshänder eine hohe Qualität in den Celler Rückraum und dürfte sich in Zukunft noch steigern. „Er ist noch nicht ganz da, wo er hin könnte, aber man sieht, das Qualität da ist“, erklärt Kaplick.

Davon konnten sich auch schon die Zuschauer beim Sieg gegen Salzwedel mit fünf Rafa-Treffern überzeugen. Sein Spielstil ist sehr attraktiv und bringt viele überraschende Momente in eine Partie. „Man sieht, dass er eine andere Ausbildung genossen hat. Er ist individuell sehr stark und bringt einen gewissen Spielwitz rein“, sagt Kaplick.

Damit macht Nciri den HBV nach den beiden langfristigen Verletzungen von Pascal Bolay und Moritz Kaplick wieder schwerer ausrechenbar. „Wir waren von den Ausfällen gebeutelt“, sagt Kaplick. Somit kam der Tunesier genau im richtigen Moment. „Es ist schon ein Glücksfall, dass er sich gerade jetzt gemeldet hat.“ Und dass es von beiden Seiten auf Anhieb gepasst habe. „Es freut uns zu sehen, wie er bei uns etwas Neues beginnt. Schließlich ist er noch jung und noch nicht allzu lange in Deutschland. Daran sieht man, dass Sport verbindet“, so Kaplick.

Von Stefan Mehmke / Michael Ottinger