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Lokalsport Frühes Pokal-Aus für SVG Celle
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10:00 02.09.2013
Von Uwe Meier
Susanne Büttner (links) und Natasha Ahrens versuchen Rosengartens vieerfache Torschützin Cara Hartstock (Mitte) zu stoppen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Zwei Wochen vor dem ersten Auftritt in der 2. Handball-Bundesliga wartet auf den SVG Celle noch viel Arbeit. Diesen Eindruck hinterließ zumindest der Auftritt der Mannschaft in der 1. Runde des DHB-Pokals gegen SGH Rosengarten. Erst in der Schlussphase deutete die Mannschaft an, was sie zu leiten imstande ist. Doch das war zu wenig, um einen zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand aufzuholen.

„Wir haben einen Großteil des Spiels verschlafen“, meinte Kathrin Schulz und versuchte eine Erklärung für den insgesamt schwachen Auftritt ihres Teams zu finden. „Wir waren sehr nervös. Wir wollten dem Trainer keinen schlechten Einstand geben.“ Deutliche wurde Evelyn Schulz. „15 Minuten Moral reichen in einem solchen Spiel nicht aus. Das war teilweise undiszipliniert“, kritisierte sie und fügte an: „Das können wir besser.“

Für Celles Neuzugang Nadine Smit war der erste Auftritt im SVG-Trikot alles andere als vom Erfolg gekrönt. Für sie war die Partie sogar vorzeitig beendet. In der 35. Minute kam sie zu ihrem Debüt. Ein Debüt, das noch in der selben Minute wieder beendet war. In einem Laufduell war ihre Gegenspielerin zu Fall gekommen. Die Schiedsrichter sahen in dieser Situation ein Foulspiel von Smit und zeigten ihr die Rote Karte. Kopfschüttelnd verließ die 20-Jährige das Spielfeld.

Das geschah zu einem Zeitpunkt, an dem der SVG bereits deutlich ins Hintertreffen geraten war. Nach einem guten Beginn und einer 3:1-Führung hatten sich die Gastgeberinnen viele Fehler erlaubt. Zum einen stimmte es in der Abwehr nicht, in der es deutlich Abstimmungsprobleme gab. Zum anderen passte auch in der Offensive einiges nicht zusammen. „Im Angriff haben wir keine Geduld gehabt“, meinte Evelyn Schulz. Fakt war, dass Celle harmlos agierte und kaum Druck auf die gegnerische Abwehr ausüben konnte. Es fehlte an Durchschlagskraft und an Sicherheit. Das führte zu Tempogegenstößen und Gegentoren. Tore, die Rosengarten dazu nutzte, sich abzusetzen und bereits zur Pause deutlich mit 15:9 zu führen.

Kurz zuvor musste die Partie fast zehn Minuten lang unterbrochen werden. Nach einem heftigen Zusammenprall mit Bogna Dybul war Rosengartens Anja Ernsberger K.o. gegangen und konnte die Partie nicht fortsetzen.

Auch ohne sie hatten die Gäste die Partie sicher in der Hand. Celle konnte auch mehrmaliges Überzahlspiel nicht nutzen, um den Rückstand zu verkürzen. Vielmehr gab es in diesen Phasen auch noch Gegentore. Der SVG schaffte es einfach nicht, seine Fehlerquote zu senken. Auch die Trefferquote war dürftig. Nur 14 Treffer nach fast 50 Minuten waren einfach zu wenig, um Rosengarten vor ernsthafte Probleme zu stellen.

Beim 14:22 (48.) war die Partie eigentlich entschieden. Dann aber entdeckte das SVG-Team neben seinen kämpferischen Qualitäten auch die Abwehrstärke. Die Defensive stand in der Schlussphase deutlich besser. Sofort kam Celle in sein Gegenstoßspiel und so zu leichten Toren. Rosengarten fing an zu wanken. Tor um Tor verkürzte der SVG den Rückstand. Bis auf 22:23 (58.) kamen die Gastgeberinnen heran. Zu mehr reichte es nicht. Zwei leichte Celler Fehler im Spielaufbau nutzte Rosengarten aus, um die Aufholjagd der Gäste zu beenden und den Sieg sicher zustellen.