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Lokalsport Fußball-Bezirksliga: Südwinsen ist nach 3:0 gegen Westercelle Derbykönig
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22:23 04.05.2014
Der heimische SSV Südwinsen (in Grün) und der VfL Westercelle boten im - Bezirksliga-Derby eine kampfbetonte Partie. Westercelles Yalcin Agackiran (links) und Südwinsen Marcel Lindner trafen hierbei öfters im Zweikampf aufeinander. Quelle: Gert Neumann
Südwinsen

SÜDWINSEN. Im Aufeinandertreffen der beiden Lokalrivalen vom SSV Südwinsen und VfL Westercelle kürte sich der SSV mit einem 3:0-Sieg zum Derby-König. Aus den sechs Begegnungen gegen die heimischen Bezirksligisten errangen sie 13 Punkte und haben damit den inoffiziellen Titel geholt. Außerdem verdrängte Südwinsen die Gäste aus Westercelle auf Platz sechs. „Bestes Celler Team zu sein ist eine nette Randerscheinigung“, sagte SSV-Trainer Roy Nischkowsky.

Das Spiel nahm den erwarteten Verlauf und war von taktischer Disziplin geprägt. Keine der beiden Mannschaften wollte dem Gegner die nötigen Räume geben. Die Defensivreihen standen sehr tief, der Ball war vornehmlich im Mittelfeld zu sehen. „Diese Spielweise hat uns bislang ausgezeichnet, das wollten wir nicht verändern“, sagte VfL-Trainer Holger Kaiser.

Die erste nennenswerte Torchance dauerte dann auch bis zur 15. Spielminute: Tim Klein bediente Naser Dullaj, der per Kopf aus kurzer Distanz kläglich scheiterte. Durch einige überhart geführte Zweikämpfe kam dann zum Ende der ersten Hälfte ein wenig Hektik auf, hier war der gute Schiedsrichter Philipp Hollmann stets gefordert.

In der Nachspielzeit dann der für den Spielverlauf wichtige Treffer: Tim Petersen spielte Naser Dullaj mit einem Steilpass glänzend frei, der umkurvte VfL-Torwart Dennis Köster und schob zum 1:0 (45.+2) ein. Auch im zweiten Durchgang waren Torchancen eher Mangelware, die Gastgeber waren allerdings präsenter und übernahmen zusehends die Spielführung. Mitte der Halbzeit dann die Entscheidung im umkämpften Derby. Wieder war es der starke Petersen, der einen klugen Ball in die Spitze spielte. Diesen nahm erneut Dullaj auf und schoss an Köster vorbei zum 2:0 (70.) ein.

Kurz vor dem Ende hätte Westercelles Dauerläufer Philipp Boie nochmal Spannung ins Spiel bringen können. Er scheiterte allerdings zweimal aus Nahdistanz an Südwinsens Nachwuchstorhüter Daniel Peth, der für den etatmäßigen Keeper Marc Perrei aufgeboten wurde.

Fast mit dem Schlusspfiff wurde der Ball von Patrick Köhler aus dem eigenen Strafraum geschlagen. Die weit aufgerückte VfL-Abwehr war unsortiert, Tim Klein nahm den Ball auf und war mit einem Heber über Köster zum 3:0-Endstand (90.+3) erfolgreich.

„Meine Mannschaft hat taktisch sehr diszipliniert gespielt, sie haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, so der zufriedene Nischkowsky. Sein Gegenüber klang dementsprechend weniger euphorisch: „Ich hatte schon nach 20 Minuten ein ungutes Gefühl, wir waren heute nicht so zielstrebig wie gewohnt“, sagte Kaiser.

Von Jens Tjaden