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Lokalsport Golf in Celle soll Breitensport werden
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16:47 17.04.2013
Heiner Käske ist neuer Platzwart beim Golfclub Herzogstadt Celle in Garßen. Gemeinsam mit dem neuen Spielleiter Henning Thiel (hinten) inspiziert er den Golfplatz. Quelle: Isabell Prophet
Garßen

Der Golfclub Herzogstadt Celle hat seinen Vorstand neu gewählt. Vom Jugendwart über den Spielleiter bis zum Präsidenten – viele Ämter sind neu besetzt.

Der neue Präsident Richard Bolz war zuvor stellvertretender Vorsitzender, er löst den bisherigen Präsidenten Gerold Blanke ab. Dessen Abtritt war geplant, Blanke wollte den Job von vornherein nur für eine Amtszeit von drei Jahren machen. „Es bringt eine Menge Verantwortung mit sich“, sagt Bolz. „Wir haben hier einen Betrieb mit zehn Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 800.000 Euro.“ Trotzdem: Der Golfclub bleibt ein gemeinnütziger Verein ohne Gewinne.

Bolz will, dass der Golfclub wächst. „Golf war vorwiegend ein Anliegen von älteren Herren in Karohosen“, sagt Bolz ganz selbstkritisch. Deutschlandweit sei Golf längst zum Breitensport geworden – nicht so in Celle. Bolz: „Wir arbeiten daran.“ Rund 600 Mitglieder hat der Golfclub derzeit, 750 hätte Bolz gern. Bis wann? „Am liebsten bis morgen.“ In den letzten Jahren gab es in der Regel rund 40 neue Mitglieder. Gewachsen ist der Verein trotzdem nicht, das liegt an der Altersstruktur.

Auf Bolz‘ Stellvertreterposten rückt Rainer Aßmann nach; neu ist auch der Jugendwart Rolf Mull. Mit gezielter Jugendarbeit wollen sie an der Altersstruktur arbeiten.

Helfen wollen dabei auch die Neuen im Vorstand, Spielleiter Henning Thiel und Platzwart Heiner Käske. Beide sind seit etwa neun Jahren im Club. „Wir ergänzen uns“, sagt Käske. Wenn sie in den Vorstand gehen, so viel stand für sie fest, dann nur zusammen.

„Wir zwei sind Handwerker“, sagt Frisörmeister Thiel über sich und den Glasermeister Käske, „wir haben für den überkandidelten Touch nichts über“. Der Golfclub will ein sportlicher Club sein. Thiel war zuvor bereits Mens Captain und bleibt es auch, „ich dirigiere die Männer“. In Zukunft wird er die Turniere organisieren. Um sich ganz dem neuen Job widmen zu können hat Thiel sich von seiner Firma getrennt. Getreu dem Motto: „Das Handicap gibt an, wie viele Wochenstunden noch gearbeitet wird.“

„Junge Spieler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren fehlen uns“, sagt Thiel. Dem soll eine Kooperation mit den Schulen abhelfen; los geht es mit dem Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium. Eine Gruppe von Schülern lernt dann das Golfen im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft.

Platzwart Käske kümmert sich um das Grün. 66 Hektar ist der Platz groß, liegt zwischen Garßen und Alvern im Wald. Bäume rahmen die 18 Bahnen ein, dazwischen liegen Teiche. „Die größte Arbeit hier machen die Greenkeeper“, sagt er. Er selbst organisiert die Arbeitseinsätze, das Durchforsten, die Beseitigung von Wildwuchs im Sommer. Der Golfclub macht sich schick für die jungen neuen Mitglieder.

Von Isabell Prophet