Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport HSG Adelheidsdorf-Wathlingen nur noch in der Handball-Regionsliga
Sport Sport regional Lokalsport HSG Adelheidsdorf-Wathlingen nur noch in der Handball-Regionsliga
12:48 02.06.2017
Wathlingen

Wathlingen. Die Mannschaft begann die Saison mit 14 Spielerinnen äußerst erfolgreich. Doch das Unheil sahen viele Insider schon Ende November des vergangenen Jahres kommen, als der damalige HSG-Coach Jörg Oehus pünktlich zum 30. November seinen Rücktritt einreichte. Offizielle Begründung seinerzeit: Zeitmangel. Das stimmte zwar, aber hinter vorgehaltener Hand war schon damals von Problemen die Rede, die es zwischen den Spielerinnen, die vor der Saison vom SV Garßen nach Wathlingen gewechselt waren, und dem Rest der Mannschaft gegeben haben soll.

Sportlich ging es aber zunächst erfolgreich weiter. Das HSG-Team fand mit Martin Podrenek einen Interimscoach für die restliche Saison, spielte konstant gut und erfolgreich und lag zeitweise sogar auf dem zweiten Rang. Doch als sich nach Gesine Meinheit auch Caro Michels schwer verletzte, stand Anna Krüger allein auf weiter Flur im Tor. Weitere Verletzungen kamen hinzu. Und da viele Spielerinnen auch beruflich oder privat eingespannt sind, wurde auf Mannschaftssitzungen immer klarer, dass sich der Kader spätestens zum Ende der Spielzeit weiter ausdünnen würde. Letzteres bestätigt auch Torjägerin und Ex-SVGerin Kristin Skorek, die zum Landesligisten TSV Wietze wechselt: „Ich verlasse Wathlingen lediglich, weil im März schon so gut wie feststand, dass es in Wathlingen keine Mannschaft mehr geben wird. Ich wäre gerne mit der ganzen Truppe aufgestiegen, jedoch haben einige aus privaten Gründen angegeben, dass sie mit Handball aufhören. Zwischenmenschlich, und das sogar im ganzen Verein, hat es super funktioniert.“

Ob das alle Beteiligten so sehen, sei mal dahingestellt. Die verbliebenen Spielerinnen wollen jedenfalls weitermachen, mit Michels und Meinheit stehen zwei Betreuerinnen bereit, ein Trainer und weitere Spielerinnen werden gesucht. Denn: Von den ehemals 16 Spielerinnen stehen derzeit nur fünf feste Zusagen zu Buche, drei weitere Spielerinnen überlegen noch, wie sie weitermachen. Wer also Lust hat, mitzuspielen, kann sich bei der HSG melden, damit es wenigstens in der Regionsliga weitergeht.

Von Stefan Mehmke