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Lokalsport Hallen-Zoff: Dukes Celle vor dem Aus?
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16:12 19.11.2014
Celle Stadt

Schwere Zeiten für die Inlinehockey-Mannschaft Dukes Celle: Denn trotz sportlichen Aufstieges in die drittklassige Regionalliga sieht die Zukunft nicht so rosig aus. Bisher haben die „Herzöge“ nämlich noch keine Halle für die kommende Saison. „Wir mussten uns beim Verband anmelden, haben aber bisher noch keine Spielstätte“, sagt Thomas Rumpf, Vorsitzender des Skate-Team-Celle, zu dem die Dukes gehören.

Bisher trugen die Rollsportler ihre Heimspiele in Hannover aus. „Dort können wir aber nicht mehr hin. Die hannoversche Verwaltung gibt natürlich lieber den einheimischen Mannschaften Hallenzeiten“, erklärt Rumpf.

Viel lieber würden die Inline-Hockey-Spieler natürlich in ihrer Heimat antreten. „Die alte Burghalle ist zu klein um reguläre Ligaspiele auszutragen“, so Rumpf. Doch nur die steht den „Herzögen“ zur Verfügung. In der Burghalle I, die die richtigen Maße für den Rollsport hätte, ist das Team nicht willkommen.

„Wenn wir dort Inline-Sport ausüben lassen, dann besteht seitens des Herstellers keine Gewährleistung für den Boden“, argumentiert Reinhard Toboll, Leiter des Amtes für Bildung, Sport und Zentrale Dienste beim Landkreis Celle.

Rumpf hält dagegen: „Allein die Tatsache, dass die Celler Skater an Kadertrainings, Landeshallenmeisterschaften und notgedrungen an den Trainings der Nachbarvereine teilnehmen, was alles in ganz normalen Turnhallen stattfindet, führt dieses Argument ad absurdum. Des Weiteren liegt ein Gutachten des Bundesinstituts des Sports beim Bundesinnenministerium vor, das besagt, dass alle flächenelastischen Böden bedenkenlos rollsportgeeignet sind.“

Auch die Aktivitäten anderer Sportler in der Burghalle bringen Rumpf in Rage. „Es hat bei mir für völliges Unverständnis gesorgt, dass im September den Rollkunstläufern die Burghalle I zur Verfügung gestellt wurde. Dort gehören sogar Sprünge zum sportlichen Repertoire, zudem werden auf dem Boden Spuren hinterlassende Stopper genutzt. Hier wurde der Beweis erbracht, dass Rollsport offensichtlich keine Schäden am Hallenboden anrichten kann“, argumentiert er.

Verwaltungschef Toboll ordnet diese Veranstaltung als Probe ein. Auch das regelmäßig Hallenhockeyteams in der Burghalle I sind, stört ihn nicht: „Die schieben den Ball“, erklärt er.

Neben der sportlichen Perspektive geht es für die Dukes auch noch um viel Geld. Denn sollten sie nicht antreten, müssten sie 1000 Euro Strafe an den Verband zahlen. Die neue Ausrüstung, die für 1600 Euro besorgt wurde, ist dann zwecklos. „Wenn wir die Halle nicht kriegen, sind 2600 Euro für die Tonne“, so Rumpf.

Der Sportausschuss wird jetzt die Argumente der Dukes, wie das Gutachten des Bundesinstitutes für Sportwissenschaft, und die mangelnde Gewährleistung im Fall eines Schadens auf der anderen Seite gegeneinander abwiegen und dann der Politik eine Empfehlung aussprechen.

Denn nur die Politiker entscheiden endgültig, ob die Celler Rollsportler im nächsten Jahr eine Heimat haben. „Wir müssen auf die Einsicht der Politiker hoffen. Schließlich hat sogar Landrat Klaus Wiswe bei der Feier zur Sportlerwahl der CZ Martina Smutek und mir zugesagt, eine Lösung für das Problem zu finden“, so Rumpf. Ansonsten waren die starken sportlichen Darbietungen der Dukes und der Aufstieg am Ende nichts wert.

Alexander Hänjes

Von Alexander Hänjes