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Lokalsport i-Tüpfelchen für Jahnring-Sportpark
Sport Sport regional Lokalsport i-Tüpfelchen für Jahnring-Sportpark
18:24 13.02.2019
Von Heiko Hartung
Nienhagens Judo-Abteilungsleiter Maik Edling (links) und der Vereinsvorsitzende Hergen Korte stehen an der Rückseite der bestehenden Sporthalle (auf der Skizze rot gefärbt). Dort soll ein gut 250 Quadratmeter großer Anbau (blau) die Hallenkapazitäten der Gemeinde erweitern. Quelle: Heiko Hartung
Nienhagen

Auf der Rückseite der Sporthalle am Jahnring in Nienhagen stehen Hergen Korte und Maik Edling auf dem an diesem Nachmittag komplett verwaisten Zusatz-Parkplatz. Doch der Vereinsvorsitzende des SV Nienhagen und der Judo-Abteilungsleiter des mit mehr als 1200 Mitgliedern sechstgrößten Sportvereins in der Region Celle wollen die gepflasterte Fläche mit Leben füllen: „Wir möchten hier einen Hallenanbau errichten. Davon träumen wir schon seit vielen Jahren“, erklärt Edling. Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Eine etwa 15 mal 18,5 Meter große Mehrzweckhalle soll die Platzprobleme in der bestehenden großen Dreifeldhalle lösen.

„Wir haben mehr als 100 aktive Judoka im Verein – von den vierjährigen Minis bis zum 80-Jährigen. Die Hallenzeiten reichen einfach nicht mehr aus“, erzählt Edling, der als Kämpfer und Trainer etliche Erfolge feierte. Der 45-Jährige schätzt die Kosten für das Projekt vorsichtig auf etwa 250.000 Euro, die durch Fördermittel, aber auch einen Eigenanteil des Vereins zusammenkommen sollen. Edling: „Genauere Zahlen kann aber nur ein Architekt ermitteln.“ Baubeginn sei realistischerweise nicht vor dem Jahr 2020.

Nienhäger Politik und Verwaltung stehen Anbau wohlwollend gegenüber

Die Verwaltung steht dem Projekt wohlwollend gegenüber: „Ich bin hoffnungsfroh, dass das Projekt realisiert werden kann. Es wäre das i-Tüpfelchen für unseren Sportpark am Jahnring“, meint Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel. Vergangene Woche wurde der Sachstand des Projekts erneut im Jugend- und Sozialausschuss vorgestellt. „Das Votum aus der Politik ist positiv. Als Nächstes muss nun eine Kostenschätzung erstellt werden“, so Makel.

Weil die große Sporthalle von Volley-, Fuß- und Basketballern über Badmintonspieler bis zu den Turnkindern genutzt wird, gerät der SVN laut Klubchef Korte regelmäßig an die Grenzen seiner Hallenkapazitäten.

In dem Anbau sollen fest integrierte Judomatten von Wand zu Wand verlegt werden. „Das spart Zeit, weil Auf- und Abbau entfallen“, so Edling. Die Judoabteilung könnte durch den zusätzlichen Raum ihr Trainingsangebot erweitern. Schon jetzt ist Nienhagen Jugendaußenstützpunkt des Niedersächsischen Judoverbands, etliche national und international erfolgreichen Judoka wie die Deutsche Vize-Meisterin Michelle Käckenmeister, EM-Teilnehmerin Anna Monta Olek oder der Deutsche Hochschul-Vizemeister Sebastian Wendt streifen für den SVN ihren Judoanzug über.

Halle nicht nur für Judoka reserviert

Doch nicht nur die Judo-Kämpfer sollen von der neuen Sportfläche profitieren: „Die Halle wäre vormittags für Schulsport oder Kindergartengruppen frei. Und auch Gymnastik- oder Herzsportgruppen könnten auf dem Mattenboden ihre Kurse durchführen“, so Klubchef Korte. Durch die Vermietung an externe Kursanbieter könnten die laufenden Kosten zumindest teilweise refinanziert werden, meint der frühere Verwaltungsmitarbeiter der Samtgemeinde Wathlingen.

40 Meter langer Gang soll Dreifeldhalle mit Anbau verbinden

Der Zugang zum Anbau soll durch einen Durchbruch im bestehenden Hauptflur und einen etwa 40 Meter langen zusätzlichen Gang an der Außenseite der alten Halle entlang erfolgen. Zwischen Neu- und Altbau soll es nur eine Nottür geben, „damit die Sportler in der großen Halle nicht durch den ,Durchgangsverkehr‘ gestört werden“, so der 54-Jährige. Zusätzliche Umkleidekabinen, Duschen und Sanitäranlagen sind in dem geplanten Neubau nicht vorgesehen. „Dadurch würden die Kosten unnötig explodieren. Außerdem reichen die vorhandenen Funktionsräume aus“, meint Korte.

TuS Oldau-Ovelgönne investiert 35.000 Euro in Vereinsheim

Während der SV Nienhagen noch in den Planungen steckt, um den Verein zukunftssicher zu machen, wird beim TuS Oldau-Ovelgönne schon kräftig investiert: Zuletzt wurden für etwa 35.000 Euro Fenster und Türen des Vereinsheims am Ruthenbruchweg modernisiert sowie Armaturen, Thermostate und Duschköpfe erneuert. Bei einer kleinen Feierstunde bedankte sich der Verein in der vergangenen Woche bei den Zuschussgebern für die finanzielle Hilfe. Erst im vergangenen Jahr hatte der Trainingsplatz eine Flutlichtanlage bekommen und die Leuchten auf dem A-Platz und im Mehrzweckraum wurden auf LED-Technik umgestellt. Das schlug mit rund 30.000 Euro zu Buche. „In den vergangenen acht Jahren haben wir insgesamt rund 200.000 Euro für die Sanierung unseres Sportgeländes ausgegeben – von der Anschaffung zweier Vereinsbusse bis zur Beregnungsanlage“, erklärt der Vereinsvorsitzende Dieter Sedenz (Foto). Und im April geht es weiter mit der Umsetzung des 2014 erstellten Energiesparprogramms des Klubs: Die 28 Jahre alte Heizung sowie das Dach des Sportheims werden erneuert. Auch hierfür will der TuS 30.000 Euro in die Hand nehmen. „Zufriedene Mitglieder sind für uns das A und O“, so der 68-Jährige, der die Geschicke des Vereins seit 31 Jahren leitet. Sein Dank gilt der Gemeinde Hambühren, dem Landkreis Celle, dem Landessportbund und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für deren Fördermittel – und den Klubmitgliedern für ihre Unterstützung. „Solche Projekte kann man nur umsetzen, wenn alle mitziehen“, so Sedenz. Einen frommen Wunsch habe er noch für den TuS: einen Kunstrasenplatz. „Aber die Kosten und das damit verbundene Risiko sind doch sehr hoch.“ Und so bleibt es in diesem Punkt (vorerst) beim Wünschen.

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