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Lokalsport Handball-Bundesliga: Bei Burgdorf "flenst" es endlich wieder
Sport Sport regional Lokalsport Handball-Bundesliga: Bei Burgdorf "flenst" es endlich wieder
07:55 17.02.2014
16.02.2014, Hannover Handball, Bundesliga Saison 2013 - 2014, TUI Arena, TSV Hannover Burgdorf - SG Flensburg-Handewitt 27:26 Schlussjubel, Jubel, Spieler, Mannschaft (Burgdorf) Quelle: Lars Kaletta
Hannover

Volle Hütte in Hannover, mit 4100 Zuschauern war die Swiss-Life-Hall ausverkauft. Und die kamen gleich in Stimmung, als Runar Karason für die Führung sorgte. Aber der Tabellendritte aus Schleswig-Holstein deutete alsbald an, was von ihm zu halten ist – eine ganze Menge nämlich. Nach Karasons zweitem Treffer und Mait Patrails 3:3 gingen die Flensburger in Führung und ließen sich diese im gesamten Verlauf der ersten Halbzeit nicht mehr abluchsen. Anders Eggert demonstrierte seine Klasse mit allein acht Treffern in der ersten Hälfte.

Auf der anderen Seite zeigte Vasko Sevaljevic endlich einmal, was er zu leisten imstande ist. Sieben Tore – so viele hat der Montenegriner in einer Halbzeit in dieser Saison noch nie geworfen. Mehrfach hatten die „Recken“ die Gelegenheit auszugleichen, doch dazu waren die SGer einfach zu clever. 8:9 hieß es nach einer Viertelstunde, 11:12 nach 20 Minuten. Aber die TSVer blieben zumindest dran, Lars Lehnhoff sorgte für das 15:16. Der Kapitän war es aber auch, der nach Ablauf der ersten 30 Minuten mit einem Siebenmeter an SG-Ersatzkeeper Christopher Rudeck scheiterte. So ging es mit 16:18 in die Kabine. „Mir hat unsere Abwehrleistung wieder nicht gefallen“, meinte TSV-Geschäftsführer Benjamin Chatton.

Nach der Halbzeit dann ein völlig verändertes Bild. Burgdorf legte zu – vor allem dank des immer stärker werdenden Nikolai Weber im Tor, der Martin Ziemer nach elf Minuten abgelöst hatte. Torge Johannsen glich zweimal aus, und als Sevaljevic das 22:21 markiert hatte, ließen sich die „Recken“ nicht mehr beirren. Csaba Szücs traf sogar in Unterzahl zum 25:24. Karason und Andreu sorgten für das 27:24. Mehr als der Anschluss gelang Flensburg nicht mehr.

Die Nordlichter baute zunehmend ab, bekamen nichts mehr geregelt, blieben in der Schlussphase zwölf Minuten torlos und scheiterten immer wieder an Weber. „Das war Balsam auf die Seele“, meinte der TSV-Torwart. „Wir haben ja die Fans zuletzt nicht verwöhnt. Wir standen 60 Minuten aggressiv in der Abwehr. Ab der 40. Minuten haben wir gemerkt, dass etwas drin ist. Schön, dass es geklappt hat.“ Und ebenso schön, dass sich die „Recken“ nun nach einigen schwächeren Auftritten wieder zurückgemeldet haben. Schon am Mittwoch geht es in der Bundesliga in Balingen weiter.

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Weber – Johanssen (3), Sevaljevic (8), Lehnhoff (2), Karason (4), Patrail (4), Hykkerud (1), Szücs (3), Andreu (1), Ferrer, Rydergard, Kastening, Repke, Pollex (1).

Flensburgs beste Werfer: Eggert (11), Mogensen (5).

Von Helmut Anschütz