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Lokalsport Handball-Bundesliga: SVG Celle kassiert in Leipzig nächste Niederlage
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19:44 29.03.2015
Von Uwe Meier
Handball-Frauen, 1. Bundesliga , HC Leipzig vs. SVG Celle , Im Bild: Silvia Szücs (links) wird von Alexandra Mazzucco (HC Leipzig) gehalten. Quelle: PICTURE POINT / Petzsche
Celle Stadt

Ausgerechnet hatte sich Handball-Bundesligist SVG Celle beim HC Leipzig ohnehin wenig. Die Vorahnungen haben sich bestätigt. Letztlich war die als Außenseiter angetretene Celler Mannschaft beim Champions-League-Teilnehmer bei der 24:36-Niederlage ohne Chance.

„Die erste Halbzeit war über weite Strecken in Ordnung“, meinte SVG-Trainer Martin Kahle. „Aber insgesamt gab es bei uns wieder das gleiche Schema. Wir haben uns im Angriff zu viele Fehlwürfe und technische Fehler erlaubt. Dadurch haben wir uns 15 Gegenstoßtore eingefangen“, so Kahle. Letztlich waren die schon in den vergangenen Spielen aufgetretenen Probleme in der Offensive ausschlaggebend dafür, dass Celle die Partie nur in der Anfangsphase hatte ausgeglichen gestalten können.

Denn bis zum 9:9 (20.) war das SVG-Team dran. „In dieser Phase haben wir vier gute Wurfchancen nicht genutzt“, so Kahle, dessen Team sogar in Führung hätte gehen können. Doch Celle hatte große Probleme, den Ball an einer einer stark aufspielenden Nationaltorhüterin Katja Schülke vorbei zu bekommen. „Aber wenn wir die wenigen Möglichkeiten, die sich uns bieten, nicht nutzten, wird es natürlich schwer. Und dann geht das gegen Leipzig eben auch mal ganz schnell“, sagt Kahle. Der Spielverlauf stützt seine These. Während Celle nach dem 9:9 (20.) neun Minuten lang ohne Torerfolg blieb, zog Leipzig auf und davon und verschaffte sich beim 15:9 (29.) eine beruhigende Führung. Bei Celle war in dieser Phase die Ordnung nahezu komplett verloren gegangen.

Zu Beginn schien es, als könne die taktische Marschroute aufgehen. Kahle hatte sich für eine Pressdeckung gegen Leipzigs Nationalspielerin Anne Hubinger entschieden. Und solange es Celle schaffte, Leipzig in den Positionsangriff zu bekommen, ging die Rechnung halbwegs auf. „Die Abwehrleistung war zwar nicht optimal“, meinte Kahle. „Aber damit konnte man noch leben.“ Letztlich waren alle Bemühungen allerdings umsonst. Denn durch die Celler Offensivschwäche mit den vielen Ballverlusten, die der Gegner postwendend zu Kontern nutzte, kam Leipzig ohne großen Aufwand auf andere Art und Weise zu Torerfolgen. „Die vielen Gegenstoßtore waren auch nicht gut für die Moral“, so Kahle, der seinen Spielerinnen allerdings keinen mangelnden Einsatzwillen vorwerfen wollte. „Die Mannschaft hat gut gekämpft.“

Dennoch war Celle bereits zur Pause zum zehnten Mal in Folge auf der Verliererstraße. Und nach dem Wechsel wuchs der Rückstand kontinuierlich an. Positive Aspekte gab es aus Celler Sicht dennoch. Zum einen konnte Anna-Katharina Loest nach einer Verletzungspause ihr Comeback feiern. Und zum anderen erzielte Celle 24 Tore in einer Partie. Das war zuvor letztmals Anfang Januar bei der 24:26-Niederlage gegen Bad Wildungen gelungen. Es war der Auftakt zur Celler Niederlagenserie.