Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Handball-Bundesliga: SVG Celle verliert im Schwabenland
Sport Sport regional Lokalsport Handball-Bundesliga: SVG Celle verliert im Schwabenland
07:39 27.03.2017
Von Uwe Meier
Es war nicht einfach, die Metzinger Defensivreihe zu knacken. Celles Sarah Lamp (Bild oben/Mitte) versucht in einer Einzelaktion, das Abwehrbollwerk zu durchbrechen. Auf dem Foto links stoppen Barbara Laszlo und Renee Verschuren rechts in einer Gemeinschaftsaktion Maren Weigel. Quelle: Baur/ Eibner-Pressefoto (2)
Celle Stadt

„Ein paar Tore weniger wären schön gewesen“, so Bombis-Robben, die insbesondere in der ersten Hälfte eine gute Leistung des SVG-Teams sah. Der Hauptgrund, weshalb der Vorsprung der Gastgeberinnen nach dem Wechsel deutlicher wurde: „Metzingen hat zwei komplette Mannschaften zur Verfügung und hält das Tempo ständig hoch. Wir hatten nur einen sehr kleinen Kader. Da wird man dann irgendwann müde. Dazu haben wir dann auch noch ein bisschen Wurfpech gehabt.“ Aufgesteckt hätten die Spielerinnen aber in keiner Phase.

Ähnlich sah das auch Renee Verschuren. Die Mannschaftsführerin hatte genau wie Anna-Katharina Loest in der vergangenen Woche krank im Bett gelegen und nicht trainieren können. „Die Voraussetzungen waren natürlich alles andere als super“, gestand sie ein. „Für uns war es in erster Linie wichtig, dass wir den Spaß wiederfinden“, sagte sie. Die Spielerinnen wollen in der schwierigen Situation zusammenstehen und gingen motiviert und mit dem Ziel in die Partie, es Metzingen so schwer wie möglich zu machen. „Wir haben noch das Beste draus gemacht.“

Das war auch Jolanda Bombis-Robben wichtig: „In der jetzigen schwierigen Situation, müssen wir versuchen, jedes der jetzt noch ausstehenden acht Spiele so erfolgreich wie möglich zu bestreiten. Jeder Einzelne muss jedes Mal ans Limit gehen, zeigen, dass man guten Handball spielen kann und will. Und dann wird man sehen, was am Ende dabei herauskommt.“ In Metzingen habe sie gemerkt, dass der Zusammenhalt des Teams vorhanden ist. „Ich habe Spielfreude und gute Aktionen gesehen.“ Sie für ihren Teil wolle „helfen, wo es geht. Ich werde den Verein nicht im Stich lassen. Mir ist es wichtig, dass es beim SVG weitergeht, und ich wäre extrem traurig, wenn das nicht klappt“, so die 33-jährige Niederländerin. Gleichzeitig stellte sie aber auch klar, dass sie keine Kandidatin für das vakante Traineramt ist. „Das kann ich nicht leisten.“

Im Spiel gegen das Topteam aus Metzingen war Celle ständig bemüht, das Tempo aus der Partie zu nehmen. Aus einer guten Abwehr heraus verzichtete der SVG auf das Gegenstoßspiel und ließ es ruhig angehen. „Wir konnten nicht 60 Minuten lang mit Metzingen mitrennen. Das war mit den wenigen Spielerinnen nicht möglich“, erklärte Verschuren. Durch die Maßnahme, kein hohes Tempo zu gehen, habe man die Luft gespart, die man gebraucht habe, um das schnelle Konterspiel des Gegners im Zaum zu halten. „Das haben wir auch weitestgehend geschafft“, so Verschuren. „Leider haben wir nach der Pause den Faden verloren. Da haben wir ein paar leichte Gegentore zu viel kassiert.“ Damit meinte sie in erster Linie die Phase zwischen der 36. und 48. Minute, in der Metzingen aus einem 18:13 ein 25:14 machte.

Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) steht für den SVG Celle das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann ist der HC Leipzig zu Gast in der HBG-Halle.