Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Handball-Bundesliga: Von Schicksalsspiel ist beim SVG Celle keine Rede
Sport Sport regional Lokalsport Handball-Bundesliga: Von Schicksalsspiel ist beim SVG Celle keine Rede
10:45 11.03.2015
Von Uwe Meier
Quelle: Benjamin Westhoff (Archiv)
Celle Stadt

„Schicksalsspiel?“ Davon will Bernd Bühmann vor der anstehenden Partie gegen FA Göppingen nichts hören. Schicksal sei etwas, was man nicht beeinflussen könne. „Das sind Situationen, in denen man machtlos ist“, so der Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten SVG Celle. Und das träfe für die Begegnung am Samstag nun wirklich nicht zu. Vielmehr könne man sich auf ein rasantes, spannungsgeladenes Handballspiel freuen: „Die Mannschaft, die Zuschauer und natürlich auch ich“, sagte Bühmann und hofft gleichzeitig auf ein ausverkauftes Haus. Aber auch er kann die Besonderheit des Samstagspiels nicht wegdiskutieren: „Es ist nun einmal ein Vier-Punkte-Spiel“, gibt er zu.

Sportlich ist das angestrebte Saisonziel Klassenerhalt noch lange nicht in trockenen Tüchern. Neun Begegnungen stehen noch auf dem Programm, in denen die nötigen Punkte eingefahren werden müssen, um nach dem letzten Spieltag am 23. Mai mindestens Tabellenplatz zwölf zu erreichen. Wenn am Ende eine noch bessere Platzierung herausspringt, wäre man damit beim SVG natürlich auch zufrieden. Bühmann lehnt es jedoch kategorisch ab, das Wort „Abstieg“ auszusprechen. Gleichwohl gibt er zu, dass es insbesondere nach der Niederlage gegen VL Koblenz/Weibern schon einige ernste Worte in Richtung Mannschaft gegeben habe. Bühmann ist sich aber sicher, dass die ihre Wirkung nicht verfehlt haben: „Die Spielerinnen arbeiten sehr hart und konzentriert.“ Das Team wirke sehr fokussiert.

Hinter den Kulissen wird derweil bereits an der nächsten Saison gewerkelt. Dazu gehört auch die personelle Zusammenstellung des Kaders. Zuletzt konnten mit den Vertragsverlängerungen von Renee Verschuren und Maria Kiedrowski zwei wichtige Bausteine gesetzt werden. Mit Turid Arndt, Katrin Schulz, Jolanda Robben, Susanne Büttner, Raphaela Steffek, Natasha Ahrens, Nadine Smit und Tina Wagenlader sowie der erst kürzlich verpflichteten Anna-Katharina Loest verfügt der größte Teil des jetzigen Kaders über einen Vertrag bis Juni 2016.

Fest steht aber wohl auch, dass der Kader verkleinert werden soll und zudem über Neuzugänge nachgedacht wird. Dabei stellt Buhmann, einen wichtigen Faktor heraus: „Wir können uns nur mit Leuten verstärken, die in unser finanzielles Budget passen. Das bedeutet, dass wir uns keine deutschen oder internationalen Topspielerinnen leisten können“, erklärt der SVG-Geschäftsführer, der in den vergangenen Wochen nach und nach seine beruflichen Verpflichtungen aufgegeben und abgegeben hat und sich ab dem 1. April ausschließlich um den SVG Celle kümmern wird.

Wie auch immer. Vorerst gilt es, sich auf das anstehende Heimspiel gegen FA Göppingen zu konzentrieren, um endlich den ersten Sieg im Jahr 2015 einzufahren. Dann klappt‘s vielleicht auch mit dem Klassenerhalt.