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Lokalsport Handball-Landesliga: HBV 91 Celle chancenlos im Derby gegen Bergen
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16:39 09.02.2015
Celles Moritz Kaplick (Mitte) wird von den Bergern Dominik - Blancbois (links) und Kai Nowak erfolgreich attackiert. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

In der Handball-Landesliga der Männer hatte der HBV 91 Celle am 14. Spieltag keine Chance: Favorit TuS Bergen gewann das Derby beim Aufsteiger sicher mit 34:19 (18:10) und liegt weiter in Lauerstellung auf Rang drei. Der HBV bleibt Elfter. Auch die HSG Adelheidsdorf-Wathlingen war chancenlos. Gegen den Tabellenzweiten MTV Eyendorf brach der Zehnte am Ende ein und verlor trotz einer lange Zeit ansprechenden Leistung mi 20:31 (15:17).

HBV 91 Celle –

TuS Bergen

19:34 (10:18)

Einen guten Start schaffte Bergen, führte nach zehn Minuten 8:2. Der HBV kam zwar nochmals heran (6:9), weil der Gastgeber leichte Berger Fehler im Spielaufbau mittels erster Welle ausnutzte. Bergen fand aber schnell zurück zur spielerischen Linie und baute die Führung über 14:8 bis zur Pause komfortabel aus. Insgesamt war die Berger Abwehr aber in der ersten Halbzeit immer noch zu unbeweglich, sodass die Celler immer wieder zu einfachen Treffern kamen. Dennoch: Das Spiel war bereits zur Pause entschieden.

Zu allem Überfluss für die Celler, startete Bergen auch noch ganz stark in den zweiten Abschnitt. Da nutzte es auch nichts, dass sich der HBV mit einem trommelnden Bären als Maskottchen verstärkt hatte. Das Trio Sascha Dehning, Dominik Blancbois und Sebastian Ahrens traf immer wieder nach Tempogegenstößen, während sich der „HBärV“ nur noch mit extrem langen Angriffen zu helfen wusste. Und so kam es zu einem sehr hohen Endergebnis. „Im Gefühl des sicheren Sieges haben wir aber die letzte Konsequenz vermissen lassen“, fand TuS-Coach Jörg Matthée dennoch ein Haar in der Siegersuppe. HBV-Sprecher Moritz Kaplick war natürlich sehr traurig: „Wir hätten den vielen Zuschauern (etwa 170, die Red.) natürlich gern mehr geboten. Bergen war besser, aber wir haben auch für unsere Verhältnisse nicht gut gespielt. Aber das ist kein Beinbruch, punkten müssen wir gegen andere Teams.“

Tore für HBV 91 Celle: M. Kaplick (7), Müller (5), B. Kaplick, Sievert (je 2), Sevenich, Donner, Kleinow (je 1).

Tore für TuS Bergen: Ahrens, Brodde (je 6), Blancbois (5), Dehning, Pechmann (je 4), Rodehorst, Eggersglüss (je 3), Guse, Kai Nowak (je 1).

HSG Adelheidsd./Wathl. –

MTV Eyendorf

20:31 (15:17)

Gegen Teams von oben spielt die HSG immer besser. Das ist zwar nett, bringt aber auf dem Konto nicht viel. Denn am Ende ging Wathlingen die Luft aus – trotz der tollen Leistung über 45 Minuten. Andererseits ist das auch kein Wunder, denn mit Mirko Behrend, Yannick Knoll, Lars Eichhorn, Paul Zywicki, und Eike Hebecker fehlte fast eine komplette Garnitur.

Dennoch hielt der Gastgeber gegen den Aufstiegsfavoriten prima mit, ließ sich nach dem 4:4 auch von einem 5:9 nicht aus der Ruhe bringen und glich zum 10:10 wieder aus. So begann Wathlingen mit großer Hoffnung den zweiten Abschnitt – und hielt weiter mit. Und hätte Wathlingen beim 16:19 nicht mehrere gute Chancen vergeben, wer weiß? So aber ging dem Außenseiter allmählich die Puste aus – was Eyendorf in Minute 50 mit dem 23:17 bestrafte. Die Entscheidung. „Das war dennoch nicht so schlecht“, fand Betreuer Guido Zobiack lobende Worte für das ersatzgeschwächte Team.

Tore für HSG Adelheidsdorf/Wathlingen: Friedhoff, Bliedung (je 5), Ehlerding, Gallathé (je 3), Esser, Twelkemeyer (je 2).

Von Stefan Mehmke