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Lokalsport Handball-Landesliga Männer: Bergen toller Zweiter – Wathlingen bleibt drin, HBV wohl nicht
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20:09 18.05.2015
Handball-Landesliga Männer: HBV 91 Celle - MTV Eyendorf: Christian Sievert beim Wurf. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

HBV 91 Celle –

MTV Eyendorf

21:27 (15:14)

Es war wie so oft in dieser Saison: Der Aufsteiger kämpfte bärig, spielte auch gut mit, doch am Ende reichte es eben „nur“ zu einem einigermaßen akzeptablen Ergebnis. So auch gegen den Dritten: In der ersten Halbzeit hatte der HBV den Favoriten prima im Griff, auch wenn es aus dem linken Rückraum öfter mal im Celler Gehäuse einschlug. Dennoch lag der Außenseiter zumeist vorn.

Nach der Pause aber leistete sich 91 genau die Nachlässigkeiten, die eine Mannschaft wie Eyendorf gnadenlos ausnutzt. Und so verlor der HBV erneut, wenn auch zu hoch. „Den Klassenerhalt haben wir nicht gegen Eyendorf verspielt. Wenn man gegen direkte Konkurrenten nur einem Punkt holt, ist das eben zu wenig“, sagt Leistungsträger Moritz Kaplick. Der natürlich hofft, dass irgendwo ein Wunder herkommt und der drittletzte Platz vielleicht doch zum Klassenerhalt reicht.

Tore für Celle: M. Kaplick (8), Premper (3), Donner, Sievert, Müller, Kleinow (je 2), Müller, Sevenich (je 1).

MTV Soltau II –

HSG Adelheidsd./Wathlingen

19:16 (8:8)

Stark ersatzgeschwächt (unter anderem ohne Arne Twelkemeyer und Martin Zywicki) begann die HSG dennoch anständig. Doch schon kurz vor der Pause knickte der Gast ein wenig ein. Bis zur 36. Minute blieb es offen, doch dann ließ Wathlingen urplötzlich nach. Soltau, das so motiviert und hart spielte, als ginge es noch um die Champions League, lag plötzlich mit drei Toren in Front. Und die Gäste waren einfach nicht mehr in der Lage, näher als auf zwei Tore heranzukommen. „Heute war alles wenig erfreulich“, fasst der scheidende Betreuer Guido Zobiack zusammen. „Das hätte ich mir zu meinem Abschied schöner vorgestellt“, so Zobiack, der 15 Jahre auf der Wathlinger Bank saß und jetzt für Maik Sieverling Platz macht. Ganz verloren geht er dem Handball aber nicht, denn Zobiack wird weiter als Schiedsrichterwart, Schiri und A-Jugend-Verantwortlicher agieren, während Thomas Wichmann wohl als zweiter Vorsitzender weitermacht.

Tore für Wathlingen: Mummert (4), Sieverling (3/1), Pahlow, P. Zywicki, Hebecker (je 2), Esser, Hahnraths, Ehlerding (je 1).

TSV Wietzendorf –

TuS Bergen

29:29 (14:13)

Super-Derbystimmung in der ausverkauften Wietzendorfer Halle: Der TSV erwischte den besseren Start und erspielte sich durch hohes Tempo eine Drei-Tore-Führung (5:2, 9:6, 13:10). Doch Bergen hielt dagegen und ließ sich nicht weiter abschütteln. Im Gegenteil: kurz vor der Pause kamen die Gäste auf ein Tor heran. Dabei konnte Wilken Rodehorst verletzungsbedingt nur sporadisch eingesetzt werden, Mirko Eggersglüß fiel mit einer Knieverletzung aus und Felix Becker plagten Krämpfe, Niklas Pechmann war kurz vor Spielbeginn auch komplett ausgefallen. Doch während die Personaldecke auf Berger Seite weiter schrumpfte, stieg der Siegeswillen an. Zwar gehörte die Anfangsphase der zweiten Spielhälfte noch dem neuen Meister aus Wietzendorf (17:14), aber dann zeigte Bergen eine Einsatzbereitschaft, die ihresgleichen sucht. Beim 17:17 hatte TuS erstmalig den Ausgleich hergestellt, übernahm beim 21:22 sogar die Führung. Ein Sonderlob verdiente sich Routinier Julien Guse, der 60 Minuten lang das Angriffsspiel antrieb und die Abwehr organisierte. Über 24:26 und 27:27 ging es in die spannenden zwei Schlussminuten: 20 Sekunden vor dem Ende erzielte Kai Nowak die 29:28-Führung, doch in allerletzter Sekunde schaffte Wietzendorf in einem packenden Spiel den insgesamt verdienten Ausgleich. „Somit verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem echten Highlight in die Sommerpause“, war auch TuS-Coach Jörg Matthée voll des Lobes.

Tore für Bergen: Dehning (6), Guse, Eggersglüß, Blancbois, Kai Nowak (je 4), Becker, Rodehorst, Brodde (je 2), Ahrens (1).

Von Stefan Mehmke