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Lokalsport Handball-Landesliga Männer: Wathlingens Coach muss Stuhl räumen
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07:18 03.03.2015
Lutz - Röper Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

In der Handball-Landesliga der Männer verloren zwei von drei Geller Teams. Darunter die HSG Adelheidsdorf-Wathlingen, die nach großem Kampf beim MTV Dannenberg 24:27 unterlag und auf den vorletzten Platz abrutschte. Für Trainer Lutz Röper hatte das Folgen: Der Klub und er trennten sich nach der Niederlage einvernehmlich. „Eigentlich wollte diesen Schritt niemand gehen, aber nun haben wir uns doch zusammen dazu entschieden“, so Betreuer Guido Zobiack. Ziel sei es, noch mal frischen Wind in die erste Mannschaft zu bringen.

Röper ist ein Wathlinger Urgestein, spielte selber lange Jahre in der Heideliga auf Außen für den VfL Wathlingen und verdiente sich dort auch als Trainer seine Meriten. So coachte er erfolgreich die männliche B-Jugend der HSG und führte die weibliche B-Jugend bis in die Oberliga. Röper trainerte die Herren der HSG im dritten Jahr, schaffte mit dem Team in der vergangenen Saison einen guten fünften Rang. Doch in dieser Saison machte dem Team das Verletzungspech zu schaffen. So verlor die HSG zuletzt sechs Mal in Folge, vor allem die Derby-Pleite gegen HBV war eine absolute Enttäuschung. Wathlingen schwebt auf Rang zwölf in akuter Abstiegsgefahr. Ein Nachfolger steht noch nicht bereit.

Der HBV 91 Celle ging beim SV Munster kläglich ein. Der einzige Sieger TuS Bergen gewann sicher beim SV Teutonia Uelzen-Salzwedel und festigte Platz drei.

MTV Dannenberg –

HSG Adelheidsdorf/Wathl.

27:24 (13:11)

In einem mittelmäßigen Landesliga-Spiel verlor Wathlingen nach hartem Kampf. Die erste Halbzeit gestaltete die HSG offen und ausgeglichen. Die zweite Halbzeit fing nicht so gut an, so dass der Gast in der 45. Minute mit fünf Toren hinten lag. Doch den Rückstand holte das Team bis zur 55. Minute auf – 22:22. „Doch dann haben wir dreimal den Ball zum Gegner geworfen, der das dann auch ausgenutzt hat. Leider hat es nicht gereicht. Wir haben zu viele technische Fehler in entscheidenden Phasen gemacht“, sagte Betreuer Guido Zobiack nach dem Spiel.

Tore für HSG Adelheidsdorf-Wathlingen: Twelkemeyer (7/4), Esser (2), Hebecker (2), Friedhoff (4), Bliedung (1), Gallathe (1), Behrend (4/1), Ehlerding (2).

SV Munster –

HBV 91 Celle

32:14 (18:8)

Einen rabenschwarzen Tag erwischte der HBV in Munster. Zwar wussten die Jungs von Trainer Lutz Günther, dass es gegen den Vierten kein einfaches Spiel werden würde, aber mit so einer Leistung hatte dann doch keiner gerechnet. „Wir haben über 60 Minuten in allen Mannschaftsteilen einfach nicht zu unserem Spiel gefunden“, erklärte Günther nach Abpfiff.

Dies belegt auch die Fehlerquote. Celle erlaubte sich im Spiel 20 technische Fehler. Zum Vergleich: Beim Sieg gegen Wathlingen waren es nur acht. Jeder Abpraller landete bei den Gegnern und im Angriff vergaben die 91er beste Torchancen. So waren alle froh, als es vorbei war. HBV-Spieler Moritz Kaplick fand dennoch etwas Positives: „Das Gute an dem Spiel war, dass es auch dafür nur zwei Minuspunkte gibt. Die hätten wir höchstwahrscheinlich eh bekommen. Zudem waren unsere Fans über 60 Minuten lauter als das Heimpublikum. Trotz unserer schwachen Leistung. Vielen Dank dafür.“

Tore für HBV 91 Celle: Sievert (1), Müller (2), Premper (3), M. Kaplick (3), B. Kaplick (5).

SVT Uelzen/Salzwedel –

TuS Bergen

23:30 (11:16)

Eine durchschnittliche Leistung reichte zum souveränen Berger Sieg, nur die ersten zehn Minuten verliefen ausgeglichen (3:3, 6:6), bevor Bergen das Kommando übernahm. Dabei hatten die Grün-Weißen in der ersten Halbzeit noch erhebliche Probleme mit der sehr robusten, aber nie unfairen Abwehr der Gastgeber. Ein weiteres Manko der ersten 30 Minuten war das Tempospiel der Berger, denn dies fand überhaupt nicht statt.

Wie schon in den vergangenen Spielen kam Bergen hellwach aus der Kabine. Die Abwehr stand zunehmend sicherer und das Tempo wurde erhöht. Folglich wuchs der Abstand bis zur 40. Minute auf 21:13. Das Spiel war damit frühzeitig entschieden. Trotz vieler Wechsel erspielte sich TuS zahlreiche gute Einwurfmöglichkeiten. „Mein Hauptkritikpunkt ist das Auslassen einer Vielzahl von Möglichkeiten. Das hat einen deutlicheren Auswärtssieg verhindert“, befand Trainer Jörg Matthee.

Tore für TuS Bergen: Dehning (6), Blancbois (6), Rodehorst (5), Ahrens (3), Brodde (3), K. M. Nowak (3), Becker (2), Guse (1), Heins (1).

Von Stefan Mehmke