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Lokalsport Handball-Party mit "Recken" zum Jubiläum des VfL Wathlingen
Sport Sport regional Lokalsport Handball-Party mit "Recken" zum Jubiläum des VfL Wathlingen
13:33 20.07.2014
Von Oliver Schreiber
Handball: Jubiläumsspiel HSG Wathlingen/Adelheidsdorf - TSV Hannover-Burgdorf; Wathlingens Lars Eichhorn (links) und Joakim Hykkerud Quelle: Alex Sorokin
Wathlingen

Der Flachs blühte nach dem Jubiläumsspiel der Landesliga-Handballer der HSG Adelheidsdorf-Wathlingen gegen Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf. „Unterm Strich ein glücklicher Sieg für Burgdorf“, meinte Wathlingens Arne Twelkemeyer nach der 12:48 (2:26)-Niederlage gegen die „Recken“ schmunzelnd – und bekam gleich den verbalen Konter. „Ich dachte eigentlich, dass er der Star der Wathlinger Mannschaft wäre und mehr drauf hätte“, meinte der Adelheidsdorfer in Diensten des Erstligisten, Lars Lehnhoff, mit einem breiten Grinsen.

Beide kennen sich bestens. Gemeinsam wurden sie 2003 mit der B-Jugend des damaligen MTV Post Eintracht Celle Norddeutscher Meister – und trafen sich nun in der Wathlinger Sporthalle an der Kantallee wieder. Allerdings leider nicht auf dem Spielfeld, da Lehnhoff wegen muskulärer Probleme passen musste. „Kein Problem, das war eine reine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte der 27-jährige Kapitän der „Recken“.

Rund 300 Zuschauer schwitzten in der Halle, die angesichts der hohen Temperaturen eher einer Sauna glich, mit den Spielern um die Wette. „Mehr als 300 Zuschauer durften wir aus Sicherheitsgründen leider nicht in die Halle lassen“, so Bärbel Beck, die zusammen mit Ehemann Wolfgang hingebungsvoll das Highlight zum 50-jährigen Bestehen der Handball-Abteilung des VfL Wathlingen mitorganisiert hatte.

Die Partie verlief erwartungsgemäß äußerst einseitig. Die Gastgeber bekamen schnell zu spüren, warum die Burgdorfer „Recken“ heißen und Spieler Spitznamen wie „The Wall“ (Torwart Nikolai Weber) oder „Hightower“ (Csaba Szücs tragen – wie Hallensprecher Michael Graf, der mit launigen Sprüchen immer wieder für Lacher sorgte, süffisant bemerkte, als ein weiterer Wathlinger Angriff an der „Recken“-Abwehr buchstäblich zerschellte.

Bis zur 25. Minute brandete nur einmal Jubel auf – als HSG-Betreuer Guido Zobiack seinen ersten Einsatz als „Wischer“ hatte. Doch dann kochte die Halle – im wahrsten Sinne des Wortes. Maxi Friedhoff, zusammen mit Mirko Behrend bester Wathlinger Schütze (je drei Tore), erzielte fünf Minuten vor der Pause den ersten Treffer für die Hausherren zum 1:21, dem Oldie Maik Sieverling gleich den zweiten folgen ließ. „Jetzt geht‘s los“, skandierten die begeisterten Fans.

Die „Aufholjagd“ war allerdings nicht von langer Dauer, zur Halbzeit stand es dann 2:26. Nach dem Wechsel ließen es die „Recken“, bei denen Youngster Lars Hoffmann mit 17 Treffern überzeugte, dann gemächlicher angehen. Am Ende hieß es 12:48. „Wir hatten am Anfang zu viel Ehrfurcht. Unser Ziel war es, unter 50 Gegentore zu kassieren und selbst 15 zu erzielen. Das haben wir einigermaßen hinbekommen. Insofern können wir zufrieden sein. Im Vordergrund stand eh dieses tolle Erlebnis und der Spaß“, sagte HSG-Trainer Lutz Röper.

Auch Lehnhoff fand lobende Worte für die tapferen Wathlinger: „Die haben ihre Sache gut gemacht.“ Und auch Twelkemeyer, der immerhin einmal traf, als er einen Gegenstoß der „Recken“ abfing, konstatierte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit ganz gut dagegengehalten. Der Sieg der Burgdorfer war dann doch verdient...“. Lehnhoff und Twelkemeyer hatten anschließend beim gemeinsamen Büffet beider Teams im Wathlinger 4G-Park ausreichend Gelegenheit, das Spiel noch einmal genauer zu analysieren und die ein oder andere Anekdote aus der Vergangenheit auszutauschen. Mit blühendem Flachs.

HSG Adelheidsdorf-Wathlingen: M. Zywicki, Treppens – Esser, Twelkemeyer (1), P. Zywicki (2), Friedhoff (3), Bliedung, Eichhorn (2), Behrend (3), Sander, Karl, Hebecker, Maurer, Hausmann, Wichmann, Sieverling (1).

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Weber – Johannsen (5), Andreu (3), Buschmann, Hykkerud (6), Häfner (3), Szücs (2), Gudmundsson (2), Hermann (2/1), Pollex (6), Christophersen (2), Hoffmann (17).