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Lokalsport Handball-Verbandsliga: Altencelle alles andere als lieb
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18:19 16.03.2015
Celle Stadt

Wichtiger Auswärtssieg für den SV Altencelle in der Handball-Verbandsliga der Männer. Beim SV Aue Liebenau rettete die Mannschaft einen 32:31-Sieg über die Zeit und liegt jetzt mit 17:23 Punkten an achter Stelle. Der MTV Müden verlor trotz ansprechender Leistung knapp mit 29:30 bei der HSG Plesse-Hardenberg.

SV Aue Liebenau –

SV Altencelle

31:32 (11:16)

Was für ein Krimi: Am Ende behielt Chris Bode die Nerven und verwandelte drei Sekunden vor Schluss den entscheidenden Strafwurf. Doch danach ging es erst richtig los: Aue-Torjäger Malte Grabisch (insgesamt zwölf Tore, sieben davon in der Schlussviertelstunde) wollte die verbleibenden Sekunden zur Torwurf nutzen, der frisch eingewechselte Routinier Reinhard Roselieb hatte etwas dagegen – und Grabisch was dagegen, wie hart Roselieb einstieg. Konsequenz: Kein Aue-Tor, Rot für Roselieb, Rudelbildung auf dem Feld.

Dabei hätte Altencelle diesen Stress gar nicht nötig gehabt, denn sie dominierten 50 Minuten lang das Spiel. 15:7 stand es aufgrund des überragenden Keepers Rouven Kibellus, doch als Dimitri Grad nach einem Foul an Grabisch Rot sah, schrumpfte der Vorsprung. Vier Minuten vor dem Ende führte Altencelle dennoch 31:28. Doch es kam zum Krimi mit gutem Ausgang …

Während Grabisch danach kaum zu bändigen war, lobte die Liebenauer Presse, dass Altencelle genau gewusst habe, um was es ging. Und was zählt, sind eben die Punkte. Und die hervorragende Unterstützung durch die zahlreiche mitgereisten SVA-Fans. „Das war ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt“, sagte Roselieb.

SV Altencelle: Kibellus und Hövermann im Tor; Bode (10), Weinmann (8), Dralle, M. Fieker (je 4), Herbst (3), Grad (2), Woitas Peters, Kisser, Roselieb.

HSG Plesse-Hardenberg –

MTV Müden

30:29 (13:15)

In einem sehr Intensiven Spiel startete Müden besser, führte schnell 4:1. Das gute Positionsspiel unter der Regie von Henric Müller machten dem Gastgeber viel Mühe. Zumal auch die MTV-Abwehr inklusive starker Torhüterleistungen von Kai Nissen und Fabian Jablonski überzeugte.

Im zweiten Durchgang spielten die Südniedersachsen ihre körperliche Überlegenheit besser aus, gingen erstmals mit 17:16 (35. Minute) in Führung. Müden knickte aber nicht ein, zumal Steffen Müller und Florian Laubenstein weitere Akzente setzten (18:20, 40.). Trotz zahlreicher Zeitstrafen führte Müden 28:27, in der letzten Spielminute lag die HSG mit 30:29 vorne. Dann die spannenden Schlusssekunden: Müden im Angriff, Plesse-Routiner Jens Glapka schlägt Müller und sieht zurecht die Rote Karte. Doch den fälligen Strafwurf hält Plesses Keeper Markus Ahlborn – keinen Punkt für Müden. „Wir haben heute mit dem dezimierten Kader ein Klassespiel gemacht. Die ganze Mannschaft hat gezeigt, dass wir mit den Top-Teams der Liga mithalten können. Am Ende fehlte uns das Quäntchen Glück“, so Müdens Trainer Markus Haydl.

MTV Müden: Nissen, Jablonski im Tor; S. Müller (7), Tecklenburg (6), von Bothmer und Laubenstein (je 5), H. Müller (4), Erdt und Mielke (1), Kohlmeyer, Worthmann.

Von Stefan Mehmke