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Lokalsport Handball-Verbandsliga: Altencelle zieht Söhre die Zähne
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17:23 05.12.2016
Celle Stadt

SV Altencelle –

Sportfreunde Söhre

22:21 (11:12)

Wird es eine sorgenfreie Saison für SV Altencelle? Die Gastgeber zeigten sich bis in die Haarspitzen motiviert und von Trainer Stefan Schmidt- Kolberg exzellent eingestellt. Mit aggressiver Deckungsarbeit machte der Gastgeber von Anfang an klar, wie er dem gefährlichsten Rückraum der Liga die Zähne ziehen wollte. Söhre kam nicht ins Spiel, blieb in der Altenceller Deckung hängen oder scheiterte am bärenstarken Torhüter Freddy Hövermann.

Im Angriff kombinierte der SVA gefällig, auch die erste Welle funktionierte. So stand es nach neun Minuten 6:2. Nach einer Auszeit durch Söhres Trainer Sven Lakenmacher entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Nach dem 12:14 kämpfte die Schmidt-Kolberg-Truppe bis zum Umfallen, zeigte bedingungslosen Willen, das Spiel zu gewinnen – und führte nach 50 Minuten 20:17. Jetzt zog Youngster Daniel Mummert im Angriff gekonnt die Fäden, Folke Hönisch hielt einen ganz wichtigen Siebenmeter. In der hektischen Endphase sah Malte Herbst noch die Rote Karte, aber die Altenceller brachten den Vorsprung über die Zeit – Söhre bleibt auswärts sieglos. Team-Manager Reinhard Roselieb war voll des Lobes: „Kompliment an die Mannschaft, den Trainer und unsere Fans. Das war eine ganz starke Vorstellung.“

SV Altencelle: K.-M- Nowak, Hövermann, Hönisch; Mummert (2), Scherbanowitz (2), Kisser (2), Wernig, Weinmann (7), Peters, Schmidt-Kolberg, Richter, Herbst (5), Petersen (4), K. Nowak.

MTV Müden –

HSG Rhumetal

30:31 (14:20)

Nach unfassbar schlechter erster Hälfte unterlag Müden am Ende knapp. Zwar kamen die Gastgeber gut ins Spiel, erzielten über gutes Positionsspiel einfache Tore. Doch die HSG ließ sich nicht abschütteln. So stand es nach zehn Minuten 5:5, doch dann lief es beim MTV in der Defensive überhaupt nicht mehr. Die Gäste kamen dagegen über ihr schnelles Spiel immer wieder zu leichten Toren und vergrößerten den Vorsprung stetig.

Zu Beginn der zweiten Hälfte das gleiche Spiel: Trotz einer klaren Ansage in der Halbzeitpause fand Müden einfach keinen Dreh in der Abwehr. So führten die Gäste sogar mit neun Toren – in der 40. Spielminute beim Spielstand von 16:25 hätte niemand in der Halle einen der berühmten Pfifferlinge mehr auf den MTV gesetzt. Nach einer Auszeit stellten die Gastgeber jedoch die Deckung um und plötzlich kam Rhumetal ins Schwimmen.

Die Hausherren kämpften sich Tor für Tor heran, in der 58. Spielminute erzielte Henric Müller das 29:31. Müden eroberte erneut den Ball und verkürzte 30 Sekunden vor dem Ende auf 30:31. Doch die HSG spielte die verbleibenden Sekunden clever herunter.

„Es ist echt bitter für uns. Wir haben heute das Spiel schon in der ersten Halbzeit aus der Hand gegeben. Wenn man eine solche Abwehr spielt, dann kann man auch nicht auf Punkte hoffen. Trotzdem ein Kompliment an die Mannschaft, die sich die letzten 20 Minuten richtig heran gekämpft hat und neun Tore aufgeholt hat. Dass nichts übrig bleibt, ist bitter“, sagte ein enttäuschter Coach Markus Haydl.

MTV Müden: Zywicki, Jablonski; H. Müller, Katenz, S. Müller (je 7), von Bothmer (4), D. Hüsken (3), C. Hüsken, Kohlmeyer (je 1), Worthmann, Erdt, Eilmes, Ahrenbeck.

Von Stefan Mehmke