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Lokalsport Handball-Verbandsliga: Müdener Krimi mit halbem Happy End
Sport Sport regional Lokalsport Handball-Verbandsliga: Müdener Krimi mit halbem Happy End
18:30 19.12.2016
Celle Stadt

TG Münden –

SV Altencelle

32:23 (17:8)

Der 2,5-Stunden-Trip in den Süden war komplett umsonst. Schon nach 16 Minuten hätte das Team von Trainer Stefan Schmidt-Kolberg die Sporttaschen wieder packen können, denn es stand 10:1 für den Tabellenführer. Der SVA bekam keinen Zugriff auf das Spiel, nichts funktionierte. Die starke TG nutzte das gnadenlos aus und baute die Führung aus.

Aber der Altenceller Coach nahm sich seine Mannschaft zur Brust. Er fand die richtigen Worte, denn der SVA gab nicht auf und versuchte, die TG zu ärgern. Tor um Tor verkürzte der Gast – und so stand es zehn Minuten vor Schluss 21:25.

Doch danach nutzten die Altenceller beste Einwurfmöglichkeiten nicht und brachten sich um die Chance, weiter zu verkürzen. Teammanager Reinhard Roselieb bedauerte das: „Schade, aber wir haben eine gute Serie gespielt. Wir haben zwölf Punkte geholt und damit doppelt so viele Punkte wie die Mannschaften auf den Abstiegsplätzen. Das hätten uns die wenigsten vor der Saison zugetraut. Es ist aber noch ein weiter Weg bis zum Klassenerhalt.“

Wermutstropfen: Folke Hönischs Verletzung stellte sich als Kreuzbandriss – der dritte nach Klemens Nowak und Niclas Kolle. Immerhin: Thorsten Dralle wird nach seinem Handbruch im Januar wieder einsteigen.

SV Altencelle: K.-M. Nowak, Hövermann, Schröer – Mummert (1), Scherbanowitz (2), Kisser (3), Wernig (3), Weinmann (6), Schmidt-Kolberg (1), Herbst (5/3), Petersen (2).

MTV Eyendorf –

MTV Müden

25:25 (19:8)

Was für ein Spiel: Es dauerte lange, ehe die Teams ihre Betriebstemperatur erreichten. Und bis zum 4:4 in der 10. Minute war die Partie noch offen geführt. Doch dann begannen 20 furchtbare Minuten für Müden. Gänzlich ohne Deckung ermöglichte Müden den Gastgebern einfache Tore. Zur schlechten Defensivarbeit gesellte sich eine mangelhafte Offensivleistung. So stand es 5:13 nach 20 Minuten.

Nach einer gepfefferten Halbzeitansprache ging es in Durchgang zwei mit mehr Körpersprache zur Sache. Tor für Tor schmolz der Rückstand. Drei Minuten vor Schluss fiel der Anschlusstreffer zum 25:24, 40 Sekunden vor Ultimo traf Steffen Müller zum 25:25. Dann die große Kai-Nissen-Show: Zehn Sekunden vor dem Ende hielt Müdens Keeper den Strafwurf von Sebastian Wartjes, auch den Nachwurf des Eyendorfers entschärfte er. „Ich bin echt enttäuscht über die gebotene Leistung in der ersten Halbzeit. So darf man einfach nicht auftreten. Die Mannschaft kann sich zudem bei Kai Nissen bedanken, der in der zweiten Halbzeit die Kiste echt zugenagelt hat“, sagte Coach Markus Haydl. Bitter für Müden: Marc Katenz holte sich in der 33. Minute eine Blaue Karte ab und dürfte drei Spiele Sperre bekommen. Justus von Bothmer verletzte sich erneut und fällt vermutlich einige Wochen aus.

MTV Müden: Zywicki, Nissen – S. Müller (9), Parpart (5), Ahrenbeck (4), Katenz (3), Ehlert (2), C. Hüsken, H. Müller (je 1), D. Hüsken, Kohlmeyer, Worthmann, von Bothmer.

Von Stefan Mehmke