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Lokalsport Handball: Westercelle im Abstiegsnot
Sport Sport regional Lokalsport Handball: Westercelle im Abstiegsnot
09:44 14.01.2014
Westercelles Michael Dümeland (Mitte) erzielte zwei Tore - gegen Munster. Zu wenig, um die Pleite zu verhindern. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Der MTV Müden bleibt weiter der große Zampano der Handball-Landesliga der Männer. Auch bei SV Teutonia-Salzwedel gab sich Müden keine Blöße, gewann auch das letzte Hinrundenspiel sicher 30:22 (18:11). Der VfL Westercelle hatte keine Chance gegen den SV Munster, verlor 25:33 und ist jetzt als Vorletzter in akuter Abstiegsgefahr, zumal die HSG Adelheidsdorf/Wathlingen beim direkten Westerceller MTV Dannenberg 27:28 verlor.

VfL Westercelle –

SV Munster

25:33 (11:22)

Mit einer desolaten ersten Hälfte verschenkte Westercelle eine Überraschung. Munster erwischte den Gastgeber kalt, es stand blitzschnell 3:10. Der VfL zeigte keine Deckungsarbeit, vergab vorne wie üblich zu viele Chancen. Da mit Kai Nowak und Marcel Kniesch zusätzlich Alternativen fehlten, ging zunächst einfach nichts. Erst aber der 40. Minute, als auch Munster Gas rausnahm, erwachte der VfL. Jetzt zeigte Westercelle lange vermisste Einstellung und gewann immerhin die zweite Halbzeit. „Wir müssen von der ersten Minute Körperkontakt suchen. Wir waren einfach zu lasch“, befand Betreuer Michael Meyer.

Tore für Westercelle: Wöhler (9), Werner, J.-P. Tiede, M.-A., Tiede (je 4), Dümeland, Bösing (je 2), Krüger (1).

MTV Dannenberg –

HSG Adelheidsdorf/W.

28:27 (12:14)

Lange Zeit führte Wathlingen knapp. Doch ab der 50. Minute wendete sich das Blatt. Die Dannenberger rechtfertigten ihren Ruf mal wieder, brachten jetzt ordentlich Härte ins Spiel, was die Schiris kaum ahndeten. Im Gegenteil: MTV bekam eine Zeitstrafe, Wathlingen drei. Und als die Gäste in der 60. Minute die Chance zum Ausgleich hatten, ging der Ball einfach nicht rein. „Wir hätten Westercelle gern Schützenhilfe geleistet. Aber jetzt spielen wir selber wieder gegen den Abstieg. Wir sind zu dämlich“, ging Coach Lutz Röper hart mit seiner ersatzgeschwächten Truppe ins Gericht.

Tore für Wathlingen: Behrend (13), Twelkemeyer (5), Hausmann (4), Hebecker (2), Esser, Zywicki, La. Eichhorn (je 1).

SVT Uelzen/S. –

MTV Müden

20:33 (11:18)

Müden mal wieder rasant: Schon nach sechs Minuten führte der Tabellenführer 6:1. Vor allem die Achse Laubenstein-Müller-von Bothmer funktionierte super gegen die robusten Salzwedler. Immer wieder erspielte sich Müden gute Wurfchancen, behielt die Führung sicher. Zumal auch die Abwehr der Gäste sehr gut stand. Im zweiten Durchgang versuchten die Gastgeber noch einmal, durch Tempospiel heranzukommen, verursachten aber dadurch oft technische Fehler und Fehlpässe, die Müden durch schnelle Konter vor allem von Außenspieler Marc Katenz in Tore umwandelte. 27:17 hieß es in der 50. Minute. „Die Mannschaft hat sehr diszipliniert verteidigt und im Angriff konzentriert und mit Übersicht agiert“, freute sich Trainer Markus Haydl.

Tore für Müden: S. Müller, Katenz (je 9), C. Hüsken (5), Laubenstein (4), von Bothmer, Kohlmeyer, Ehlert, Mutzek, Erdt, Mielke (je 1).

Von Stefan Mehmke