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Lokalsport Handball-Zweitligist SVG Celle empfängt Füchse Berlin zum Spitzenspiel
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10:18 10.01.2014
Von Uwe Meier
SVG Celle gegen Füchse Berlin – da geht es ordentlich - zur Sache. Das bekam Bogna Dybul (Mitte) bereits - in der vergangenen Saison zu spüren. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle Stadt

Die Konstellation könnte interessanter kaum sein. Der Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga SVG Celle bekommt es mit dem Top-Favoriten und Aufstiegskandidaten Nummer eins Füchse Berlin zu tun. „Das sind die Spiele, auf die man sich einfach nur freut“, meint Celles Trainer Christian Hungerecker. „Es ist eine schöne Situation, so eine Partie vor der Brust zu haben.“ Mannschaftsführerin Jolanda Robben kann dem nur beipflichten: „Solche Begegnungen sind mit ein Grund dafür, weshalb man nahezu täglich trainiert.“

Tabellenführung oder Erstligaaufstieg. Mit diesen Gedanken hatte man sich beim Celler Zweitligisten vor der Saison nicht im Geringsten beschäftigt. Vielmehr waren solche Dinge ins Reich der Fabeln verwiesen worden. Doch inzwischen ist genug Zeit vergangen, in der genügend Pluspunkte gesammelt wurden, damit man sich mit diesen Gedanken anfreunden kann. Celle ist längst im Kreise der Ligafavoriten angekommen. Diese Einschätzung kommt nicht von ungefähr. Immerhin ist die Partie gegen Berlin für die Gastgeberinnen der zwischenzeitliche Abschluss einer Reihe von Topspielen.

Zum Ende des vergangenen Jahres traf das Team in drei aufeinanderfolgenden Partien gegen Mannschaften aus der fünfköpfigen Spitzengruppe. Dabei brachte es der SVG auf 4:2 Punkte – ein Achtungszeichen an die Konkurrenz. Das Beste der Topspielserie aber kommt zum Schluss: Der SVG Celle begibt sich am Sonnabend auf „Fuchsjagd“.

Für Berlin ist es das erste Aufeinandertreffen mit einem Team aus der Spitzengruppe. Die Begegnungen gegen Zwickau, Bad Wildungen und Dortmund warten noch auf das hochgehandelte Team aus der Bundeshauptstadt. Die Mannschaft von Trainer Dietmar Rösicke ist der Topfavorit der Liga. Diese These wird von der erfolgreichen Einkaufstour der Füchse vor und während der Saison unterstrichen. Bereits in der Sommerpause war das Team mit Nationalspielerin Christina Beier hochkarätig verstärkt worden. Nach der Weltmeisterschaft im Dezember folgte der nächste Paukenschlag. Mit Nationalspielerin Natalie Augsburg vom Champions-League-Teilnehmer HC Leipzig wechselte die nächste Topspielerin an die Spree. Damit dürfte klar sein, dass der Weg für die Berliner Mannschaft einzig und allein in die erste Liga führen soll.

Doch dieser Aspekt ist für das SVG-Team kein Grund, in Ehrfurcht zu erstarren. Nach einer Pause über die Feiertage hat die Mannschaft am Montag das Training wieder aufgenommen. „Die freie Zeit war von uns ganz bewusst so gewählt. Die Saison ist noch lang“, erklärt Hungerecker. „Die Spielerinnen sollten sich regenerieren und kleinere Blessuren auskurieren.“ Offenbar mit Erfolg. Zumindest hinterließen die Spielerinnen, die in der freien Zeit individuell trainiert hatten, beim Coach einen guten Eindruck. „In jeder Trainingseinheit war die Freude auf das Spiel gegen Berlin greifbar“, sagt er.

Und so geht das SVG-Team am Sonnabend zwar nicht unbedingt als Favorit ins Rennen – chancenlos sind die Gastgeberinnen allerdings auch nicht. Denn unbesiegbar scheinen die Füchse nicht zu sein. Nach einer fast sechswöchigen Pause, Christine Beier war mit der Nationalmannschaft bei der WM im Einsatz, tat sich Berlin in der vergangenen Woche im Heimspiel gegen SG 09 Kirchhof sehr schwer. Nach einem zwischenzeitlichen Neun-Tore-Rückstand reichte es am Ende immerhin noch zu einem 27:27. „Mal sehen, ob sie ihren Rhythmus inzwischen besser gefunden haben“, so Hungerecker. „Das herauszufinden, gehört am Sonnabend zu unseren Aufgaben.“