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Lokalsport Handball paradox: Traurige Sieger, glückliche Verlierer
Sport Sport regional Lokalsport Handball paradox: Traurige Sieger, glückliche Verlierer
14:48 27.01.2014
Celle Stadt

HSG Adelheidsdorf-Wathl. –

TSV Wietze

17:22 (6:9)

Rassiges Derby mit zwei überragenden Torjägerinnen Isabell Dubowy und Katrin Häring. Die Partie zwischen Wathlingen und Wietze hatte es in sich. Der Gastgeber war hoch motiviert und wollte den Spitzreiter so richtig ärgern. Der wiederum passte sich den Leistungen der vorangegangenen Auswärtsspiele an, verkrampfte, spielte ohne Leidenschaft. So führte Wathlingen schnell mit 4:1. Erst langsam fand Wietze ins Spiel, holte Tor um Tor auf und ging dank zehn starker Minuten mit einer Führung in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit führten die Schützlinge von Trainer Heiko Schoppmann meist mit zwei, drei Toren, setzten sich aber nicht entscheidend ab. Die HSG dagegen versuchte alles, um den Rückstand zu verkürzen. Großer Rückhalt der Gäste war Torfrau Claudia Wolter, die etliche Wathlingen Chancen vereitelte.

„Der Sieg geht letztlich in Ordnung, trotzdem Kompliment für die gute Wathlinger Leistung. Wir haben natürlich mit unserer miserablen Leistung überhaupt nichts auf diesem Tabellenplatz verloren, die Leistungskurve zeigt leider weiter nach unten“, so der angesäuerte Heiko Schoppmann. „Für uns hat es sich nach einem Sieg angefühlt. Wir haben Wietze ordentlich geärgert. Wir sind kein Stück traurig über die Niederlage, im Gegenteil: Wir hatten danach noch viel Spaß“, freute sich Wathlingens Gesine Meinheit nach dem Spiel.

Tore für HSG AdelheidsdorfWathlingen: Dubowy (10/5), Beiersdorf, Klein (je 2), Hoffman, Schlote, Schulz (je 1).

Tore für TSV Wietze: Häring (14/7), Lauber (2), Cramme, Albat, Ivanov, Kropp, Slopianka, Obieglo (je 1).

SVG Celle III –

MTV Ashausen-Gehrden II

32:15 (13:7)

Auch SVG-Spielertrainerin Sabrina Bühring kommt angesichts des Kantersieges mit einem überraschenden Statement daher: „Das Spiel war mehr schlecht als recht.“ Unrecht hatte sie nicht, denn die favorisierte SVG brauchte sehr lange, um ins Spiel zu finden.

Nach und nach steigerte sich die Qualität des Garßener Spiels aber doch: Es war ansehnlicher und vor allem temporeicher. Da machte es auch nichts, dass die Mannschaft erneut zahlreiche Chancen liegen ließ. Überragend: Nina Schoenemann, die trotz Erkältung 15 Tore erzielte. „Da passte einfach alles“, lobte Bühring.

Tore für SVG Celle III: Schoenemann (15), D. Schmidt (8), Bühring (4), S. Neumann (2), Diederichsen, Hilpert, Weigang (je 1).

TSV Nettelkamp –

HSG Lachte-Lutter II

13:16 (7:9)

Skurriles Bild: Während die kurzfristig eingesprungene Betreuerin Gaby Colditz bei Spielbeginn allein auf der Bank saß, hatte der TSV-Trainer Gesellschaft von sieben Auswechselspielerinnen. Die HSG wiederum agierte nach dem Konzept Klasse statt Masse und führte nach elf Minuten 4:1. Bis zur Pause blieb Lachte nun vorn. Dann stießen die A-Jugendlichen Noely Behrmann, Jennifer Colditz, Helke Weber und Ann-Christin Grüne vom erfolgreichen Auswärtsspiel aus Clenze dazu und verstärkten den Gast. Da Nettelkamp trotz körperlicher Überlegenheit keine spielerische Lösung fand, war der Sieg des Tabellendritten nie gefährdet.

In der 56 Minute, als Jennifer Colditz das 16:12 erzielte, war das Spiel entschieden. „Ein verdienter Sieg nach einer mannschaftlich geschlossenen Leistung“, so die sehr zufriedene Betreuerin Gaby Colditz.

Tore für HSG Lachte-Lutter: W. Müller (4), A. Colditz, Darkow (je 3), Tietje, P. Colditz, J. Colditz (je 2).

Von Stefan Mehmke