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Lokalsport Handballerinnen des SV Altencelle gehen neue Wege
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16:29 21.12.2017
Quelle: Jochen Strehlau
Altencelle

„Unsere ersten beiden Teams trainieren grundsätzlich zusammen. Wir spielen das gleiche Spielsystem und trainieren die gleichen Abläufe. Somit ist es möglich, alle Spielerinnen in jeder Mannschaft spielen zu lassen. Das kommt insbesondere unseren jungen Talenten zugute, die in der Regionsoberliga Spielpraxis sammeln, aber ihr Können schon wiederholt in der ersten Mannschaft unter Beweis gestellt haben“, erklärt Thorsten Dralle, Coach des SVA-Landesligateams. So ist sich das Trainerteam um Thorsten Dralle, Holger Laukart und Bernd Timm einig: „Die Qualität der Spielerinnen ist sehr hoch. Die Mischung aus erfahrenen Akteurinnen sowie jungen Talenten passt. Da die Lern- und Einsatzbereitschaft bei den Mädels ebenfalls überdurchschnittlich groß ist, wollten wir nichts unversucht lassen, um das Optimale aus dem Kader herauszuholen“, erklärt Timm.

So holte man sich für eine professionelle physiotherapeutischer Unterstützung sowie für Ernährungsberatung zu Beginn der Saison mit Sven Haubert von Reha360 Gesund & Vital aus Altencelle einen kompetenten Partner ins Boot. Dort ließen die SVA-Verantwortlichen auch individuelle Leistungstests für alle Spielerinnen durchführen und schickten diese voll verkabelt und mit Atemmaske eine nach der anderen aufs Laufband. Eine für einen Frauen-Landesligisten sicher eher ungewöhnliche Maßnahme.

„Diese Tests haben dazu beigetragen, die individuelle Grundkondition zu verbessern und das Training, insbesondere die Konditionseinheiten, individueller zu gestalten“, so Dralle. Und der Erfolg gibt ihm recht. „Das ist einer der Gründe, warum wir in knappen Spielsituationen die Konzentration in diesem Jahr hochhalten können und weniger Fehler machen“, freut sich der SVA-Coach, der zudem jedes Weiterbildungsangebot zur Trainingsoptimierung gerne wahrnimmt.

Anerkennung kommt auch von Abteilungsleiter Reinhard Roselieb: „Ich freue mich bei jeder Trainingseinheit, wie die Mädels die Vorgaben der Trainer umsetzen und mitziehen. Das Trainerteam ist stets bemüht jede einzelne Spielerin zu fordern und fördern. Den Erfolg dieser Trainingsmethode kann man jetzt schon in der Tabelle ablesen und das macht uns stolz.“

Ob sich für den verlustpunktfreien Landesliga-Tabellenführer der Traum vom Oberliga-Aufstieg aber schon in dieser Saison verwirklichen lässt, bleibt abzuwarten. Die starken Verfolger TSV Wietze und HV Lüneburg werden in der Rückrunde alles daran setzen, den Altencellerinnen den Platz an der Sonne noch streitig zu machen.

Von Jochen Strehlau