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Lokalsport Handballerinnen des TuS Bergen rutschen auf Abstiegsrang
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16:45 19.11.2017
Von Heiko Hartung
Weil Bergens Torfrau Jana Döhler nicht - weiterspielen konnte, hütete Janice Bremer (links) in der Schlussphase das TuS-Tor. Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
Bergen Stadt

Durch den kurzfristigen Ausfall von Charlotte Rodehorst reisten die Grün-Weißen mit einer Torhüterin und acht Feldspielerinnen nach Peine. „Das ist dann personell irgendwann nicht mehr zu wuppen“, sagte ein „mega-enttäuschter“ Blancbois. Zumal Torfrau Jana Döhler zehn Minuten vor Ende der Partie mit Kreislaufproblemen raus musste. „Das war die Krönung eines gebrauchen Tages“, meinte Blancbois. Janice Bremer, die zuletzt in der Jugend im Tor gestanden hatte, ging in den Kasten – und hielt sogar noch einen Siebenmeter. Doch da war die Partie längst gelaufen.

Dabei gelang Bergen ein passabler Start mit einer 2:0-Führung durch Sabrina Wellmann und Jennifer Kautz. „Wir hatten uns vorgenommen, aus einer sicheren Abwehr heraus und mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg zu kommen“, so Blancbois. Doch das Konzept ging nicht lange auf. Peine übernahm bald das Kommando und baute seine Führung kontinuierlich bis zur Pause auf fünf Tore aus. „Das ist keine Wundertruppe, denen hat eine solide Leistung gereicht, um uns zu schlagen. Wir haben uns aber auch nicht richtig gegen die drohende Niederlage gewehrt“, urteilt der TuS-Coach.

Bezeichnend für eine Partie, in der kaum etwas zusammenpasste: Bei Anpfiff der zweiten Halbzeit hatte Blancbois eine Spielerin zuviel aufs Feld geschickt. Der Trainer kassierte eine Zwei-Minuten-Strafe, die eine Spielerin stellvertretend absitzen musste. „Das ist mir in meiner ganzen Trainerkarriere noch nicht passiert“, räumte er ein. Weil auch Wellmann ihre restliche Zeitstrafe aus der ersten Hälfte absaß, ging Bergen in doppelter Unterzahl ins Spiel – und warf sogar noch ein Tor zum 11:16 aus TuS-Sicht.

Doch dann lief zehn Minuten lang überhaupt nichts mehr bei Bergen und Peine zog auf 23:13 (41. Minute) davon. „Da hat in der Abwehr überhaupt nichts zusammen gepasst“, kritisierte Blancbois, dessen Truppe den Rückstand nicht mehr verkürzen konnte.

Mit 4:14 Punkten ist Bergen Drittletzter. „Die rettenden Ränge sind nicht weit weg. Nur muss man auch irgendwann mal anfangen zu punkten“, so Blancbois, der bis Weihnachten zwei Siege von seinen Frauen fordert, „egal wie“. Als nächstes steht das Derby gegen Heidmark an. Da entspannt sich die personelle Situation ein wenig, so kommt Torjägerin Louise Ringert nach ihrer Sperre zurück ins Team.