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Lokalsport Handballerinnen des TuS Bergen "zum Siegen verdammt"
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14:56 02.03.2017
Von Carsten Richter
Voraussichtlich wieder dabei: - Marie-Louise Ringert (links) könnte Bergen die entscheidenden Siegtreffer bescheren. Quelle: Alex Sorokin (Archiv)
Bergen Stadt

„Wir sind jetzt zum Siegen verdammt“, sagt Trainer Dominik Blancbois. Am Samstag um 17.15 Uhr ist die SG BW Rosengarten-Buchholz II zu Gast in der Heisterkamphalle – und damit der direkte Verfolger in der Liga. Der ist verständlicherweise daran interessiert, mit Bergen die Plätze zu tauschen. TuS hat es also selbst in der Hand, wenn die Mannschaft nicht auf den ersten Abstiegsplatz rutschen will.

Erst recht, weil Blancbois den Gegner nicht so recht einzuschätzen vermag. „Bei Rosengarten weiß man nicht, was kommt.“ Einerseits hätten einige Spieler den Verein verlassen, andererseits könnte der jüngste Heimerfolg gegen Schlusslicht SG Zweidorf/Bortfeld der Mannschaft Auftrieb geben. Auf so eine „Wundertüte“ will sich Blancbois lieber nicht verlassen und baut stattdessen auf die verbesserte eigene Personallage. „Zu 80 Prozent“, so der Coach, sind Charlotte Kübeck und Torgarantin Marie-Louise Ringert diesmal wieder mit von der Partie. Blancbois hofft auf viele schnelle Tore. „Dann können wir auch mal einzelne Spielerinnen auswechseln.“

Besonders Ringert hatte krankheitsbedingt zuletzt beim MTV Rohrsen als Alternative und als Werferin gefehlt. Ebenso wie das entscheidende Quäntchen Glück. „Das brauchen wir unbedingt. Die Mädels sollen sich endlich mal belohnen“, sagt Blancbois. Tatsächlich war Bergen einem Sieg zwei Mal ganz nahe. Zur Erinnerung: Das Heimspiel gegen Spitzenreiter Plesse-Hardenberg hatte der TuS über weite Strecken dominiert, bis die Gäste in letzter Minute doch noch gewannen. Und in Hameln brachten lediglich kleine Fehler die Bergerinnen um zumindest einen Punkt.

Für Bergen spricht die zuletzt sehr stabile Abwehr. Und der Blick auf die Hinrunde – auswärts vor den Toren Hamburgs hatte das Team einen 32:20-Sieg geholt. Wenn auch beide Mannschaften inzwischen anders aufgestellt sind: Zumindest im Hinterkopf – und für die Moral – sollte Bergen diesen Erfolg behalten.